Wir sprechen mit dem nationalen Sekretär der FESPA Dänemark, Anders Mosumgaard, über die beeindruckenden Versuche der dänischen Druckbranche, neues Blut in die Branche zu bringen.
„Es ist eine ständige Herausforderung für die Branche, genügend qualifizierte Arbeitskräfte für die technische Seite der Grafikproduktion zu finden“, sagt Anders Mosumgaard, Sekretär der FESPA Dänemark und Leiter der Bildungsabteilung des dänischen Branchenverbands Grakom.
„Die Erwerbsbevölkerung altert, und es kommen nicht genügend neue Auszubildende ins System. Das ist eine Herausforderung, die wir schon seit einigen Jahren haben, vor allem in Bereichen wie Etiketten, Verpackung und Beschilderung. Wir haben Bildungsinitiativen, wir haben berufliche Programme, aber uns fehlen die Arbeitskräfte.“
Um dem entgegenzuwirken, haben sich der Vorstand der FESPA Dänemark und Grakom zusammengetan und am Donnerstag, den 29. Januar, eine Konferenz zum Thema „Die Arbeitskräfte der Zukunft“ veranstaltet.
„Der Schwerpunkt der Konferenz bestand darin, Arbeitgeber einzuladen und sie zu bitten, darüber nachzudenken, was Unternehmen tun können, um für junge Menschen attraktiv zu sein. Und nicht nur für junge Menschen. Wir möchten auch, dass sich ältere Menschen für diesen Sektor umschulen lassen“, sagt Anders.
„Ein Beispiel für die Art von Initiativen, über die wir sprachen, war ein Programm des dänischen Arbeitgeberverbands, das einen engen Kontakt zu Schulen herstellt, wo Lehrer und Schüler – ganze Klassen – Unternehmen besuchen können. Wir schlugen vor, dass Druckereien darüber nachdenken sollten, solche Besuche zu arrangieren.“
Ein weiterer Aspekt der Konferenz war die Berufsausbildung. In Dänemark gibt es nur eine einzige Hochschule, die eine Ausbildung für Grafiktechniker, wie Drucker, Siebdrucker und Buchbinder, anbietet. Das bedeutet, dass potenzielle Studenten Probleme haben, ihren Standort zu wechseln, wenn sie später eine Arbeit finden wollen.
„Unser Vorschlag war, dass die Unternehmen vor Ort rekrutieren sollten, denn es ist ein erheblicher Unterschied, ob man für ein halbes Jahr umzieht, um ein College zu besuchen, oder ob man sein ganzes Leben aus seiner Heimatstadt wegzieht, um Arbeit zu finden. Wir haben noch einen anderen Kurs, den des Beschilderungstechnikers, der ebenfalls nur von einer Hochschule in einer anderen Stadt angeboten wird. Das ist also die gleiche Herausforderung“, sagt Anders.
Stimmen der ErfahrungZu den Gastrednern auf der Konferenz gehörte Frank Sørensen, Produktionsleiter bei Stibo Complete, einem Unternehmen, das sich sehr effektiv um mehr Auszubildende bemüht hat. Im Jahr 2021 hatte Stibo Complete nur einen Auszubildenden.
„Das war der Ausgangspunkt für uns, ein Studentenprogramm zu starten und eine Kampagne von Januar bis März 2022 durchzuführen. In diesem Zeitraum haben…
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