Im Vorfeld der Personalisation Experience 2026 erläutert Jon Bailey, CEO von Precision Proco und Redner auf der FESPA Conference, wie sich die Personalisierung entwickelt und was sie für Druckunternehmen bedeutet.

Vor ein paar Jahren bedeutete Personalisierung oft, einen Namen hinzuzufügen oder ein Design zu ändern. Heute streben die Marken nach etwas Überlegtem – etwas, das sich relevant und zeitgemäß anfühlt und mit dem Gesamterlebnis des Kunden verbunden ist.

Dieser Wandel definiert die Rolle der Personalisierung im Druck neu. Was früher ein Mehrwert war, ist heute von zentraler Bedeutung dafür, wie Marken Beziehungen aufbauen, denkwürdige Interaktionen schaffen und sich von anderen abheben. Der wahre Wert liegt nicht nur darin, etwas individuell zu gestalten, sondern auch darin, es sinnvoll zu machen.

Personalisierung wird jetzt erwartet

Die Grundlage für die Erwartung der Personalisierung hat sich geändert. Kunden gehen zunehmend davon aus, dass Marken verstehen, wer sie sind, und dies in ihrer Kommunikation und ihren Erfahrungen widerspiegeln.

Untersuchungen von McKinsey & Company zeigen, dass 71 % der Verbraucher personalisierte Interaktionen erwarten, während 76 % frustriert sind, wenn dies nicht der Fall ist. Wie Bailey sagt, ist Personalisierung „nicht länger ein Nice-to-have, sondern wird erwartet“.

Für Druckereien bedeutet dies einen Wandel in der Diskussion. Es reicht nicht aus, zu zeigen, was personalisierter Druck leisten kann. Der Wert liegt darin, Marken dabei zu helfen, Erlebnisse zu schaffen, die sich wirklich relevant und nützlich anfühlen.

Warum Emotionen wichtig sind

Emotionen haben bei der Personalisierung schon immer eine Rolle gespielt. Menschen reagieren auf natürliche Weise auf Dinge, die sich persönlich anfühlen, sei es ihr Name, ihre Vorlieben oder etwas, das im richtigen Moment ankommt.

Bailey weist auf eine einfache Wahrheit hin: Menschen fühlen sich zu dem hingezogen, was sich anfühlt, als gehöre es ihnen. Diese emotionale Reaktion ist es oft, die ein Erlebnis unvergesslich macht.

Hier geht die Personalisierung über eine oberflächliche Anpassung hinaus. Sie wird Teil des umfassenderen Markenerlebnisses, indem sie das Gefühl des Kunden beeinflusst und nicht nur das, was er sieht.

Von persönlich bis bedeutungsvoll

Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen etwas, das personalisiert ist, und etwas, das sich sinnvoll anfühlt. Eine Kampagne kann Kundendaten verwenden und trotzdem generisch wirken. Was zählt, ist die Relevanz im Kontext, d.h. ob die Botschaft mit dem übereinstimmt, wo sich der Kunde auf seiner Reise befindet und was er in diesem Moment braucht.

Das Timing spielt hier eine wichtige Rolle. Personalisierung funktioniert am besten, wenn sie angemessen und durchdacht und nicht erzwungen wirkt. Sie kann offenkundig sein, aber auch subtil – eingebettet in das Gesamterlebnis, anstatt als einzelnes Merkmal hervorzustechen.

Im Druck liegt hier die Stärke der Personalisierung. Physische Formate können das Gefühl vermitteln, dass es bewusster und greifbarer ist – aber das funktioniert nur, wenn das Denken über variable Daten hinausgeht und sich auf das konzentriert, was der Empfänger wahrnimmt und in Erinnerung behält.

Eine größere Chance für den Druck

Dieser Wandel schafft Chancen – und Druck – für Druckdienstleister. Wachstumsstarke Unternehmen erzielen bereits deutlich mehr Umsatz mit Personalisierung als ihre Konkurrenten, was zeigt, wie eng diese mit der Leistung verbunden ist.

Da Marken nach relevanteren und emotionaleren Ansätzen suchen, haben Druckdienstleister die Chance, eine strategischere Rolle zu übernehmen.

Das Ziel ist nicht mehr nur die Zufriedenheit. Kunden können leicht die Marke wechseln. Jetzt geht es darum, stärkere Verbindungen aufzubauen, die zu wiederholtem Engagement und zur Weiterempfehlung führen. Untersuchungen zeigen, dass 78 % der Verbraucher eher bereit sind, erneut zu kaufen und Marken zu empfehlen, die effektiv personalisiert sind.

Für PSPs bedeutet dies, bessere Fragen zu stellen. Nicht nur, was produziert werden muss, sondern auch für wen es bestimmt ist, wie es sich anfühlen soll und wo es in die weitere Customer Journey passt.

PSPs, die dies gut können, gehen über die Produktion hinaus und werden zu Partnern.

Was kommt als nächstes?

Die Zukunft der Personalisierung wird nicht allein von der Technologie bestimmt werden. Tools und Automatisierung werden sich zwar weiterentwickeln, aber sie sind nur ein Teil des Ganzen.

Entscheidend ist, ob die Personalisierung nützlich, relevant und menschlich ist.

Marken, die Erfolg haben, werden sich darauf konzentrieren, Erlebnisse zu schaffen, die durchdacht und gut getimt sind. Für den Druck stellt dies eine große Chance dar. Wenn sie gut gemacht ist, kann die physische Personalisierung durchdachter und einprägsamer sein als die digitale allein.

Entdecken Sie mehr auf der Personalisation Experience 2026

Die Personalisation Experience 2026 ist der richtige Ort, um zu erfahren, wie sich die Personalisierung in den Bereichen Druck, Verpackung und Kundenerlebnis entwickelt. Die Personalisation Experience findet als Teil der FESPA 2026 vom 19. bis 22. Mai 2026 in Barcelona statt und bringt Marken, Druckereien, Technologiespezialisten und Kreativexperten zusammen, um Ideen, Anwendungen und Einblicke in die Zukunft des personalisierten Drucks zu teilen.

DIscover Personalisierungserlebnis 2026

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