Angesichts der zunehmenden globalen Handelsspannungen sehen sich Druckereien mit höheren Importkosten, unvorhersehbaren Lieferzeiten und härterem Wettbewerb konfrontiert. Von der Preisstrategie bis hin zur Verlagerung, Diversifizierung und qualitätsorientierten Positionierung – hier erfahren Sie, wie sich Druckunternehmen jeder Größe an einen unbeständigen Markt anpassen können.

Die Druckindustrie hat schon immer mit schwankenden Kosten zu kämpfen gehabt – Papier, Treibstoff, Fracht, Verbrauchsmaterial – aber in den letzten Jahren ist eine neue Ebene der Unberechenbarkeit hinzugekommen: Zölle. Ganz gleich, ob Sie Substrate importieren, Druckerzeugnisse ins Ausland verkaufen oder auf im Ausland hergestellte Geräte angewiesen sind, die Zölle wirken sich jetzt auf die Preisgestaltung und die Vorlaufzeiten aus.

Für kleinere Verkäufer und Print-on-Demand-Unternehmen können die Auswirkungen unmittelbar und schmerzhaft sein. Ein in Großbritannien ansässiger T-Shirt-Drucker, der in die USA verkauft, kann feststellen, dass seine Gewinnspanne über Nacht wegbricht, weil sich die Versandtarife, Zollgebühren und Einfuhrsteuern ohne Vorankündigung ändern. Umgekehrt ist die Bestellung von in den USA hergestellten Rohlingen, Druckfarben oder Zubehör für den Versand nach Großbritannien erheblich teurer geworden. Was früher eine vorhersehbare Lieferung im Wert von 20 £ war, kann plötzlich auf 40 bis 50 £ ansteigen, wenn Zoll, Bearbeitungsgebühren und schwankende Wechselkurse hinzukommen.

Die Zölle haben die Kosten in den wichtigsten Kategorien der Branche – Medien, Textilien, Komponenten, Druckmaschinen und Teile – bereits in die Höhe getrieben und damit einen Dominoeffekt in der gesamten Drucklieferkette ausgelöst. Viele Druckereien stellen fest, dass diese Kosten nicht immer weitergegeben werden können, was sie dazu zwingt, ihre Prozesse und Kundenbeziehungen zu überdenken. Die Frage ist jetzt nicht mehr, wie man Störungen vermeiden kann, sondern wie man innerhalb dieser Störungen nachhaltig arbeiten kann.

Ein Druck auf kleine Verkäufer und POD

Für Kleinstunternehmen und Print-on-Demand-Anbieter ist die Volatilität der Zölle besonders gravierend, da sie mit geringen Gewinnspannen arbeiten und in hohem Maße von Lieferungen und Materialien aus Übersee abhängig sind.

Kreative, die aus Großbritannien in die USA verkaufen, berichten zunehmend, dass steigende Einfuhrzölle und Frachtkosten es schwierig machen, Einstiegsprodukte – preisgünstige T-Shirts, Aufkleber, Poster – wettbewerbsfähig zu verkaufen. Wenn für ein T-Shirt im Wert von 15 Pfund 12 Pfund an grenzüberschreitenden Kosten anfallen, werden sich die Kunden einfach woanders umsehen. Kleine Verkäufer haben daher vier realistische Strategien:

Überdenken Sie die Preisgestaltung und die Produktkategorien
Anstatt mit dem billigsten Artikel zu konkurrieren, verlagern sich die Verkäufer auf Premium- oder Mittelmarktprodukte, bei denen die Kunden weniger preissensibel sind. Ein hochwertiges Kleidungsstück oder eine spezielle Druckveredelung…...