Farbmanagement bei Farbsublimation
Was sind die technischen Grundlagen des Farbstoffsublimationsdrucks auf Textilien und wie hat sich das Farbmanagement in diesem Sektor entwickelt? Club FESPA Online sprach mit Paul Restarick von Epson.
„Unser Gespräch kommt zur rechten Zeit“, sagt Paul Restarick, Pre Sales Technical bei Epson UK, „denn in den letzten Jahren hat Epson viel Zeit und Geld in die Profilerstellung und das Farbmanagement investiert.“
Er verweist auf die Precision Dot-Technologie von Epson, die eine zentrale Rolle bei dieser Entwicklung spielt. Paul erinnert an die „traditionelle Profilerstellung“ und beschreibt die Komplexität, die diesen Prozess einst bestimmte.
„Bei der traditionellen Profilerstellung geht es in der Regel um die Minimierung des Limits pro Kanal, den Übergang von hellen zu dunklen Farben und das Gesamtfarbenlimit. Sie verwalten also viele Bereiche.“
Die Anwender mussten festlegen, wie viel Tinte jeder Kanal aufnehmen konnte, wann hellere Tinten wie z.B. helles Cyan den dunkleren Varianten weichen sollten und wie die Gesamtfarbabgabe kontrolliert werden konnte. Wenn die Linearisierung – „das effektive Erreichen einer guten Kurve mit Ihrem CMYK-Tintenset“ – nicht korrekt war, würde das endgültige ICC-Profil unweigerlich beeinträchtigt werden.
Profilierung des SubstratsPrecision Dot, erklärt er, vereinfacht diese Grundlage. „Precision Dot besteht aus drei Kerntechnologien – welches Tröpfchen und in welchem Durchgang legen Sie es auf, um sichtbare Streifen zu reduzieren, ein Halbtonmodul und unsere Lookup-Tabellen.“
Alle Epson Druckköpfe können drei verschiedene Tröpfchengrößen produzieren. Das System bestimmt, welche Tröpfchengröße wir wo und wann verwenden. Darüber hinaus haben die Epson Ingenieure in Japan substratspezifische Lookup-Tabellen entwickelt.
„Für Sublimation haben wir zum Beispiel eine Tabelle für dünne, dicke und klebrige Materialien. Mit diesen verschiedenen Lookup-Tabellen hat jeder sofort einen Startpunkt. Damit entfällt die Notwendigkeit einer Linearisierung oder der Wechsel von einer hellen cyanfarbenen Tinte zu einer dunklen cyanfarbenen Tinte. Das wird in der Nachschlagetabelle verwaltet.“
Dies ist besonders wichtig bei der Sublimationsdrucktechnik, bei der die gedruckte Übertragung nicht das endgültige visuelle Ergebnis darstellt. Paul betont, dass die Profilierung auf dem fertigen Substrat durchgeführt werden muss.
„Wenn Sie Farbstoffsublimation profilieren, profilieren Sie das endgültige Substrat. Es könnte ein Polyestergewebe sein. Es könnte sich um polyesterbeschichtete Keramik für Tassen oder Fliesen handeln. Der Weißpunkt ist dabei natürlich sehr wichtig.“
Er führt das ein, was Epson den IDF-Wert nennt – den Ink Density Factor – der die physische Menge an Tinte darstellt, die das Transferpapier aufnehmen kann.
„Der IDF-Wert ist im Grunde die Menge an Tinte, die das Papier aufnehmen kann.…
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