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Kreislaufwirtschaft

von Laurel Brunner | 12.08.2021
Kreislaufwirtschaft

Laurel Brunner erläutert, wie Aluminium-Druckplatten unendlich recycelt werden können, was zu einer Kreislaufwirtschaft in der Druckindustrie beiträgt.

Druckplatten werden aus reinstem Reinstaluminium hergestellt. Eine der vorteilhaftesten Eigenschaften des Materials für eine Kreislaufwirtschaft ist, dass es unbegrenzt recycelbar ist und nur einen minimalen Eigenschaftsverlust aufweist. Dies macht es zu einem Wegbereiter für eine Kreislaufwirtschaft, insbesondere in der grafischen Industrie.

Nach Angaben des International Aluminium Institute wurden mehr als 1,4 Milliarden Tonnen Aluminium produziert. Davon sind mehr als 75 % weltweit noch im produktiven Einsatz. In der Druckindustrie liegen die Sammelquoten für recycelte gebrauchte Druckplatten bei weit über 90 % und viele Druckereien decken einen Großteil der Kosten einer Druckplatte durch den Verkauf gebrauchter Platten als Schrott wieder. Der Drucksektor ist jedoch nicht der größte Markt für Aluminium, der von Transport, Bau und Bau in den Schatten gestellt wird, wo die Recyclingquoten ebenfalls über 90 % liegen. Der Unterschied zwischen diesen Sektoren und dem Druck besteht darin, dass die Druckindustrie ihr Aluminium nicht so lange verwendet. Die lange Lebensdauer dieser Sektoren schränkt die Verfügbarkeit von Schrott für das Recycling ein, wodurch der Beitrag des Drucks zur Kreislaufwirtschaft verbessert wird.

Druckplatten benötigen sehr reine Rohstoffe, aber für viele Anwendungen ist Reinheit keine so große Sache. Am Ende der Nutzungsdauer gesammelter Schrott hat unweigerlich unterschiedliche Qualitäten und kann mit anderen Materialien vermischt werden, die seine Reinheit beeinträchtigen. Dies bedeutet, dass es möglicherweise nicht für einige neue Anwendungen und nicht für die Herstellung von Druckplatten geeignet ist. Verbesserte Sortierprozesse für höherwertige Anwendungen wie beispielsweise leichte Autos sollten zu einer effizienteren Wiederverwendung führen. Aber die Nachfrage nach Aluminium steigt weiter und die Schrottverfügbarkeit wird immer eingeschränkter.

Auch Verpackungen auf Aluminiumbasis sollten einen großen Beitrag zum Aluminiumrecycling leisten, jedoch variieren die Tarife für deren Sammlung und Recycling erheblich. Sie hängen sowohl von der Anwendung als auch von den örtlichen Bedingungen ab, einschließlich politischer Erwägungen. Die Geschichte ist besser für Dosen als für flexible Verpackungen, aber es gibt viel Spielraum für weitere Verbesserungen.

Die gute Nachricht ist, dass die Druckindustrie ein etabliertes Modell für das Recycling gebrauchter Druckplatten und die Rückführung von Aluminium in den Produktionskreislauf hat. Die Hersteller von Druckplatten und ihre Kunden sind gut aufgestellt, damit Aluminium am Ende der meist kurzen Lebensdauer einer Platte wieder ins System zurückgeführt werden kann. Da sich die Trenn- und Sortiertechnologien verbessern, erwarten wir, dass mehr Verpackungsaluminium in die Recycling-Lieferkette gelangt. Mehr Recycling vermeidet die Notwendigkeit, mehr Bauxit, den Rohstoff für Aluminium, aus dem Boden zu graben und damit rund 300 Millionen Tonnen CO2e-Emissionen zu vermeiden. Das IAI schätzt, dass im Jahr 2018 Aluminiumdosen und andere starre Verpackungen im Wert von 1,2 Millionen Tonnen nicht in das Recyclingsystem zurückgeführt wurden, sodass ihr Gegenwert ausgegraben werden musste. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber zumindest haben wir eine Richtung.

Quellenangaben: Dieser Artikel wurde vom Verdigris Project erstellt, einer Brancheninitiative, die das Bewusstsein für die positiven Auswirkungen von Print auf die Umwelt schärfen soll. Dieser wöchentliche Kommentar hilft Druckereien, sich über Umweltstandards auf dem Laufenden zu halten und wie umweltfreundliche Unternehmensführung dazu beitragen kann, ihren Gewinn zu verbessern. Verdigris wird von folgenden Unternehmen unterstützt: Agfa Graphics , EFI , Fespa , Fujifilm , HP , Kodak , Miraclon , Ricoh , Spindrift, Splash PR , Unity Publishing und Xeikon .

Bildnachweis: rawpixel.com / Freepik

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