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X-Print erfindet das Textildruck-Model mit Shirtee.de neu

von FESPA Staff | 28.09.2017
X-Print erfindet das Textildruck-Model mit Shirtee.de neu

FESPA erfährt im Gespräch mit dem deutschen Unternehmen X-Print, wie die Firma ein reines Textile-on Demand-Geschäft mittels Crowdfunding aufgebaut hat.

Für viele kleine Firmen im Textil-Design bedeutet Crowdfunding eine hervorragende Möglichkeit Entwürfe einem breiteren Publikum näher zu bringen. Einfach ein Projekt online eingerichtet, verlangt Crowdfunding nur eine geringe Investitionssumme oder die Beteiligung einer Reihe von Menschen, die einen festgelegten Betrag beisteuern, um das das Projekt anzuschieben.

Die Ware erhalten diejenigen Beteiligten, die sie auch vorfinanziert haben, sobald in Produktion gegangen wurde. Ziemlich einfach das Ganze, außer dass es einen Haken gibt: Wenn das minimal benötigte Funding  nicht erzielt wird, wird das Projekt nicht umgesetzt, was bedeutet, dass Monate harter Arbeit verschwendet sind und alle, die Investitionsverpflichtungen eingegangen sind, ihre Ware nicht erhalten werden.

Hier erkannte Philipp Beutel von X-Print, dass es eine Lücke im kundenspezifischen Textil-Druck-Markt gab und wurde von einem bedeutenden Mitspieler in der Crowdfunding-Arena inspiriert, der ähnlichen Problemen begegnete.

„Hier in Deutschland gibt es Crowdfunding-Plattformen für Grafikdesigner und Onlinehändler, die den Leuten den Vertrieb ihrer Textildesigns über die sozialen Medien als Kanal ermöglichen.“, erklärt er.

„Die Designer müssen zuerst abschätzen, welche Volumen sie glauben, verkaufen zu können, um einen passenden Preis festlegen zu können. Die Konsumenten können sich dann verpflichten, diesen Betrag bei Erhalt der Ware zu investieren. Allerdings muss auch die für die Produktion erforderliche Menge erfüllt werden.“

„Wenn die erforderliche Mindestmenge nicht erreicht wird, muss der Verbraucher nicht zahlen. Er wird seine Ware nicht erhalten, da die Produktion nicht aufgenommen wird. Damit war für uns klar, dass dieses Crowdfunding-Modell nichts für uns ist.“

Beutel fährt fort: „Wir leben inzwischen in einer Welt, in der 24-Stunden-Expresslieferung möglich ist – nicht gerade für die unabhängigen, kleineren Firmen, aber auf alle Fälle für die großen Spieler wie Amazon. Angesichts dessen wollten wir das Crowdfunding-Modell auf die nächste Stufe heben, um eine Print-on-Demand-Plattform zu liefern, die mit den modernen Erwartungen der Kunden einhergeht“, erläutert Philipp Beutel.

An diesem Punkt entschied sich Philipp Beutel die verfügbare Drucktechnologie genauer anzusehen, um seinen Ansatz zu realisieren. Er konzentrierte sich dabei auf Maschinen, die hochqualitative Einzelstücke produzieren können und sowohl schnell als auch ökonomisch arbeiten. Die Lösung der Wahl kam deshalb vom Spezialisten für Direktdruck auf Bekleidung: Kornit Digital.

„Aus unserer Perspektive war die Begründung einer Partnerschaft mit Kornit von wesentlicher Bedeutung. Das Unternehmen weiß sehr gut, worauf es bei Web-to-Print-Services ankommt, und bietet entsprechende Lösungen an.

Damit konnten sie uns helfen, unser Angebot auszuweiten, und den Geschäftsbereich ‚Shirtee Print On Demand T-Shirts‘ weiter auszubauen“, sagt Philipp Beutel.

Auf der FESPA 2017 präsentierte Kornit Digital sein breites Produktportfolio inclusive dem Vulcan und Storm Duo. 

„Der Produktionsprozess ist unglaublich einfach und erlaubt die Herstellung einzelner Textilien, sobald der Auftrag eingeht“, fügt er hinzu. „Dies gibt uns einen Vorsprung bei der Auftragsabwicklung und ermöglicht es uns, hochqualitativ bedruckter Kleidung mit sehr geringen Vorlaufzeiten zu produzieren.

Zu diesem Zweck verwenden wir jetzt mehrere Kornit-Systeme, darunter zwei Storm Hexas, die es uns erlauben, bis zu 1.800 Textilien täglich im Schichtsystem zu verarbeiten.“

„Wir regeln die gesamten Transaktionen für die Designer und verwalten ihre Einnahmen, so dass sie ihre Gewinne einfach nur noch überwiesen bekommen. In Deutschland konnten wir uns bereits einen beträchtlichen Marktanteil sichern, seitdem wir mit Shirtee im Geschäft sind. Bald wollen wir auch auf den europäischen Markt expandieren“, schließt Philipp Beutel.

Kornit Marketing Director Oliver Luedtke kommentiert: „Wir freuen uns zu sehen, wie gut dieses Geschäftsmodell für X-Print funktioniert und wie es dem Unternehmen weiteres Wachstum und neue Geschäftszweige ermöglicht.

Crowdfunding ist ein vielversprechendes Geschäftskonzept, aber Mindestbestellmengen können ein Hemmnis darstellen. Der von X-Print angebotene Web-to-Print-Service ist einzigartig und bedeutet, dass Einzelstücke in kürzester Zeit bedruckt werden können.“

„Die Bekleidungsindustrie kennt sehr unterschiedliche Unternehmensgrößen - das kann vom Feierabend-Nebenerwerb eines Einzelkämpfers bis zu einer weltweit agierenden Firma mit Tausenden von Beschäftigten reichen. Einige haben ein großes Know-how bzgl. Bekleidung und Stoff, müssen sich aber Wissen zu digitalen Workflows und Prepress erst noch aneignen.“

„Andere kennen sich im Digitaldruck hervorragend aus, müssen aber die Besonderheiten beim Bedrucken von Kleidung noch lernen, da es sich hier nicht gerade um ein einfach zu bedruckendes Substrat handelt.

Wir wissen aber, dass 70 Prozent der Unternehmen die Entwicklungen laufend beobachten und zu Investitionen speziell in digitale Technologien bereit sind“, ergänzt Oliver Luedtke.

Kornit Digital präsentierte eine Reihe von Textildruckern auf der FESPA 2017 und bot den Besuchern Ideen und und Produkte, die zur Diversifizierung in neue Geschäftsbereiche erforderlich sind – gerade so, es X-Print vorgemacht macht.

„Oliver Luedtke fährt fort: „Auf der FESPA 2017 haben wir unser Produktportfolio inklusive dem Vulkan und Storm Duo sowie die Avalanche R-Serie präsentiert. Vor Ort konnten wir Besuchern an Hand einer Reihe von inspirierenden Kennenlernen-Präsentationen Markttrends und bewährte Anwendungen vorstellen.“

„FESPA 2017 war eine weitere großartig Schau für uns, auf der wir Digitaldrucker, Textildesigner und Unternehmer dazu einladen konnten, einen Blick auf unsere neueste Technologie zu werfen, die es ermöglichen, die Vorteile des digitalen Textildrucks voll auszunutzen.

Wir sind zuversichtlich, dass unsere Standbesucher alles mitgenommen haben, was sie zum Erkunden profitabler Geschäftsmöglichkeiten benötigen … eben „Print different“. 

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