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Kodak druckt für den guten Zweck und arbeitet damit an der Zukunft der Druckbranche

von FESPA Staff | 16.01.2017
Kodak druckt für den guten Zweck und arbeitet damit an der Zukunft der Druckbranche

Die Druckbranche unternimmt viel um umweltfreundlicher zu werden. Oftmals haben diese Anstrengungen aber mehr ökonomische Gründe als karitative.

Die gesamte Zukunft der Druckindustrie hängt aber unzweifelhaft von sozialen und ökonomischen Verbesserungen ab. Hersteller von Druckern und Verbrauchsmaterial wie Agfa, Fuji Film und Kodak haben bereits viel getan damit der Druck umweltfreundlicher wird, beispielsweise bei ihren Maschinen den Energieverbrauch gesenkt.

Alle drei Unternehmen haben die Bearbeitung von Druckplatten und dazu nötigen Chemikalien effizienter sowie die verwendeten Materialien besser wiederverwertbar gemacht.

Der Einsatz von volatilen organischen Lösemitteln (VOCs) wurde vermindert, die Effizienz der Produktion durch schlaue Software und künstliche Intelligenz verbessert. Wenn es allerdings um Sozialprogramme geht ist Kodak ganz weit vorne.

Das Kodak-Programm „Drucken für den guten Zweck“ wurde 2016 ins Leben gerufen. Es soll die Druckproduktion und die Verwendung von gedrucktem Material promoten.

Dazu wurde ein ehrgeiziges Alphabetisierungsprogramm aufgelegt. „Drucken für den guten Zweck“ ist in den Innenstädten von Columbus (New York) sowie Rochester (New York) tätig. Demnächst soll es auch in Houston und San Antonio (Texas) anlaufen.

Das Programm besteht aus drei Komponenten: einem Kinderbuchautor, der seine Inhalte kostenlos abgibt, einem Dienstleister, der diese Bücher mit der Unterstützung von Kodak herstellt, und einem Distributionskanal. Das kann beispielsweise ein Verlag sein, oder auch eine lokale Organisation oder Agentur, die die Bücher Kindern und jungen Erwachsenen zugänglich machen kann.

In den USA haben Untersuchungen gezeigt, dass zwei Drittel aller Schüler, die im Alter von neun Jahren noch nicht lesen können, schließlich im Gefängnis landen. Dieselbe Studie stellte fest, dass 60 % aller Gefängnisinsassen in den USA funktionelle Analphabeten sind.

In der amerikanischen Mittelklasse hat jedes Kind etwa 15 Bücher, in verarmten Stadtteilen sinkt diese Zahl auf ein Buch pro 300 Kinder. Weltweit können 122 Millionen junge Menschen nicht lesen oder schreiben, davon sind 60 % Frauen.

Die Kodak-Initiative „Drucken für den guten Zweck“ hat diesen schockierenden Zuständen den Kampf angesagt. Damit nimmt man auf die lange philanthropische Tradition des Unternehmens Bezug, und stärkt natürlich auch die Marke.

„Drucken für den guten Zweck“ gibt Bücher an jungen Menschen ab und ermutigt sie zu lesen und sich mit Druckprodukten auseinander zu setzen. Das ist nicht nur gut für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Aktion sichert auch die Zukunft der Druckindustrie. „Drucken für den guten Zweck“ bietet damit auch eine Blaupause, mit der anderswo lokale Probleme durch Analphabetismus bekämpft werden können.

Kodak unterstützt „Drucken für den guten Zweck“ mit Material wie beispielsweise Druckplatten, und hilft auch bei der Logistik, damit das Programm ins Kaufen kommen kann. Druckhäuser arbeiten kostenlos und übernehmen die Papierkosten. Verlage und lokale Organisationen stemmen dann die Verteilung.

Jeder der mit Verwaltung und Projektmanagement zu tun hat arbeitet ohne Bezahlung. Das kann manchmal auf einen ganz schönen Aufwand hinauslaufen, denn die konkrete Aufgabenstellung ist immer wieder neu. Kodak arbeitet bereits an Leitlinien, die die Umsetzung beschleunigen sollen.

Bis dahin ist es wichtig, dass die Initiative bekannter wird. Wenn sie sich beteiligen wollen, egal ob als Autor, Druckhaus oder Verlag:  Bitte nehmen Sie Kontakt auf!

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