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3D-Druck: Software zählt

by FESPA | 14.04.2022
3D-Druck: Software zählt

3D-Druckhardware ist viel zuverlässiger und erschwinglicher geworden, was die Aufmerksamkeit auf 3D-Drucksoftware gelenkt hat, um einen effektiveren Arbeitsablauf zu ermöglichen. Sonja Angerer teilt die neuesten Produktangebote.

Der 3D-Druck hat sich für einige Druckereien zu einem profitablen Segment entwickelt, zumal sich so viele andere Geschäftsoptionen in den letzten zwei Jahren verschlechtert haben. Hardwarehersteller wie HP oder Mimaki , die bereits in der Großformatindustrie bekannt sind, bieten seit Jahren schlüsselfertige Lösungen für 3D-Drucke an. Der Wechsel von 2D-Daten zum Drucken in 3D kann jedoch eine Herausforderung darstellen. Die heutige Software trägt dazu bei, Arbeitsabläufe schnell und problemlos zu gestalten, selbst für Personen mit begrenzter Erfahrung im 3D-Druck.

Wie unterscheiden sich 3D-Druckdaten von 2D-Druckdaten?

Wenn es um die von ihren Kunden gelieferten Druckdaten geht, konnten Druckereien von den enormen technologischen Fortschritten profitieren. In den Anfangsjahren des Desktop Publishing (DTP) waren offene Formate wie .qxp die Norm, was zu allerlei Schrift- und Bildproblemen führte. Heutzutage laden die meisten Kunden ein PDF-X oder zumindest ein beliebiges PDF-Format hoch. Daher sind für den Druck nur minimale Anpassungen erforderlich, und viele Arbeitsabläufe sind automatisiert.

Der Umgang mit 3D-Daten ist ein Hauptproblem für viele Druckereien, die in das Segment vordringen möchten. Die Datenstruktur kann sehr komplex sein, was dazu führen kann, dass die von Kunden gelieferte Datenqualität insgesamt schlecht ist. Außerdem gibt es immer noch nicht nur ein allgemein akzeptiertes 3D-Datenformat für den Druck. Tatsächlich sind einige der gängigsten 3D-Druckformate:

  • STL (viele halten es für den heutigen De-facto-Standard)
  • OBJ
  • AMF
  • 3MF

Bildunterschrift: 4D_Additive Die Software ist in der Lage, 3D-Modelle aus allen gängigen CAD-Formaten einzulesen und für additive Fertigungsverfahren aufzubereiten. Screenshot von CT CoreTechnologie GmbH

Was ist der 3D-Druck-Workflow?

Der 3D-Druckprozess beginnt mit einem 3D-Modell, das ist eine Beschreibung des zu druckenden Objekts. Es beschreibt die Oberfläche, Form, Abmessungen des Objekts sowie optionale Details wie innere Struktur, Materialien, Farbe oder Textur. 3D-Modelle können mit einer Vielzahl von Softwareprogrammen wie CAD-Software oder 3D-Modellierungssoftware erstellt werden.

Das 3D-Modell muss in ein Format konvertiert werden, das der 3D-Drucker verstehen kann, dies geschieht mit einer Slicing-Software. Slicer-Software benötigt eine Vielzahl von Informationen über den Drucker und die Eigenschaften des verwendeten Materials sowie Informationen über die beabsichtigte Ausgabequalität oder benötigte Stützstrukturen.

Eine G-Code-Datei enthält Informationen zum Werkzeugweg, die dem 3D-Drucker im Wesentlichen mitteilen, was zu tun ist. Da Fehler in jeder Phase des Prozesses die Druckausgabe gefährden oder erheblich verzögern, ist eine Reihe von STL-Reparatursoftware erhältlich. Das bekannteste ist Microsoft 3D Tools. Das Anpassen von Kundendaten für 3D kann länger als erwartet dauern und daher die Preise erhöhen. In einem wettbewerbsintensiven Umfeld kann dies für Druckereien schnell zum Problem werden.

Bildunterschrift: In der Baubranche erfreuen sich gedruckte 3D-Modelle großer Beliebtheit. Bildnachweis: Mimaki.

Die Mimaki 3D Print Prep Pro-Software optimiert Arbeitsabläufe

Die neue Software Mimaki 3D Print prep Pro wurde entwickelt, um die Produktion von 3D-Modellen zu rationalisieren und zu optimieren. Diese Cloud-basierte Software bietet eine erhöhte Automatisierung und erleichtert die Erstellung von 3D-Drucken. Dadurch wird es weniger schwierig, hochwertige Vollfarbdrucke zu erstellen.

Es ist mit allen Druckern der Mimaki 3DUJ-Serie kompatibel. Die neue Plattform wurde entwickelt, um den 3D-Druckprozess zu vereinfachen und hilft bei der Vorbereitung und Fertigstellung von 3D-Dateien vor dem Drucken. Diese hochmoderne abonnementbasierte Software korrigiert Dateifehler automatisch und optimiert 3D-Daten, die bei der 3D-Druckermodellierung verwendet werden. Sicherstellen, dass die endgültigen 3D-gedruckten Objekte genauso aussehen wie die auf dem Bildschirm visualisierten.

Bildunterschrift: 3D-Schaufensterdekoration zu Ostern: Lindt Goldhase 70 Jahre Jubiläumsedition. Bildnachweis: S. Angerer

4D_Additive: Universelle 3D-Software

Mit der aktuellen Version 1.3 von 4D_Additive ist die Software der CT CoreTechnologie GmbH in der Lage, 3D-Modelle aus allen gängigen CAD-Formaten einzulesen und für additive Fertigungsverfahren aufzubereiten.

Die neue Version verfügt erstmals über eine Anwendungsschnittstelle (API). Dadurch können Drucker von Hewlett Packard die auf dem Computer erzeugten Slicing-Daten direkt an den Drucker senden, wie Sie sich vorstellen können, das spart viel Zeit. Das neue Texturen-Modul kann CAD-generierte und STL-Modelle schnell und einfach mit Oberflächentexturen anreichern.

Verbesserte Nesting-Funktionen sorgen mithilfe von KI für eine schnelle und thermisch optimierte Befüllung des Druckbetts. Die grafische Benutzeroberfläche (GUI) ist auch für Neueinsteiger einfach zu bedienen, da der Workflow zur Vorbereitung von 3D-Teilen für die additive Fertigung in Form von sequentiellen Workshops organisiert ist.

Ist Software die neue Hardware beim 3D-Druck?

3D-Druck wird immer beliebter. Dies liegt daran, dass es mit dieser Technologie immer einfacher wird, hochwertige Vollfarbdrucke zu erstellen. Um dies zu nutzen und den professionellen 3D-Druck noch einfacher zu machen, sollten Sie eine hochmoderne Vorbereitungssoftware in Betracht ziehen. Hochmoderne Software korrigiert automatisch Dateifehler und optimiert kundenseitige 3D-Dateien für einen schnellen und problemlosen Druck. Es hilft auch bei der Einrichtung eines effektiven 3D-Druck-Workflows.

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