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10 Tipps für die Gestaltung von Werbemitteln

von FESPA Staff | 01.12.2017
10 Tipps für die Gestaltung von Werbemitteln

Printwerbung wirkt, aber nur wenn sie gut gemacht ist. Worauf man achten sollte, erklärt Marie Mammen, Marketing Managerin bei Cewe-Print.de.

Viele Unternehmen gestalten Print-Werbemittel im Haus und lassen diese dann bei einer Online-Druckerei wie Cewe-Print.de herstellen. Das Unternehmen bietet eine breite Auswahl von Druckprodukten und Werbemitteln über eine TÜV-zertifizierte Plattform an.

Auch Designer, die mit Druck-Produkten wenig Erfahrung haben, können so wirkungsvolle Werbung realisieren – wenn sie sich an ein paar grundlegende Regeln halten. Marie Mammen, Marketing Managerin bei Cewe-Print.de fasst sie zusammen.

1. Format haben

Bevor Unternehmen mit der Gestaltung ihrer Werbemittel beginnen, sollten sie überlegen, welche Art von Marketingmaterial sie einsetzen wollen und welches Format es haben soll. Ausgefallene Formate - etwa bei Flyern oder Broschüren - können zu mehr Aufmerksamkeit führen, aber auch kostenintensiver sein.

Zudem gilt es, noch vor dem Gestaltungsbeginn grob zu klären, wie das Marketingmaterial später aussehen soll: Wird ein Flyer einseitig oder beidseitig bedruckt, werden Farben verwendet und wenn ja, wie viele?

2. Platz lassen

Beim Falzen von Broschüren mit hohem Seitenumfang kann ein sogenannter Treppeneffekt - eine Verdrängung - entstehen. Wenn anschließend die Broschüre an dieser Stelle beschnitten wird, sind die inneren Seiten dementsprechend kürzer. Unternehmen sollten diese Verdrängung bereits bei der Anlage ihrer Druckdaten berücksichtigen, damit am Rand liegende Inhalte wie Seitenzahlen nicht angeschnitten werden. 

Der Bundversatz wird immer in Abhängigkeit von der Grammatur - also dem Gewicht des Papiers - und der Seitenanzahl berechnet. Bei geringen Seitenzahlen empfiehlt sich ein Sicherheitsabstand von 5 mm zur Papierkante. Bei Gestaltungen über 32 Seiten sollte ein größerer Sicherheitsabstand gewählt werden.

3. Ein gutes Gefühl schaffen

Der Tastsinn des Empfängers ist ein wichtiger Faktor bei Werbemitteln. Je außergewöhnlicher die Haptik des Flyers oder einer Broschüre, desto einprägsamer ist sie. Deswegen gilt: Je wichtiger das Werbemittel ist, desto edler sollte sich das Papier anfühlen, auf dem es gedruckt wird.

Dies kann durch spezielle Papiersorten oder Veredelungen erreicht werden. Wichtige Werbemittel sollten immer auch eine gewisse Wertigkeit vermitteln. Ein Unternehmen, das für ein Produkt im Luxussegment wirbt, sollte auch bei Werbemitteln edle Broschüren mit Hochglanzveredelung verwenden.

4. Einen einheitlichen Look kreieren

Bei der Gestaltung verschiedener Werbemittel gilt es für Unternehmen darauf zu achten, dass diese „aus einem Guss“ sind, also dem Corporate Design der Firma entsprechen. Logos etwa sollten sich immer am gleichen Platz befinden und Textteile in derselben Schriftart geschrieben sein.

Die Verwendung eines Logos ist für Werbemittel unerlässlich, da es den Wiedererkennungswert eines Unternehmens fördert. Wichtig ist auch, dass das Werbemittel eine Verbindung zum Unternehmen hat und nicht im marketingleeren Raum steht. Dies kann durch die Funktionalität, das Image oder die Gestaltung erreicht werden.

5. Inhalte bewusst wählen

Bevor Firmen mit dem Texten beginnen, müssen sie sich ihrer Zielgruppe bewusstwerden. Sollen Firmenkunden oder Endkonsumenten angesprochen werden? Welche Altersstruktur haben die Kunden? Leser sollten auf den ersten Blick verstehen, welchen Zweck das Werbemittel erfüllt. Dazu müssen alle relevanten W-Fragen (Was, Wer, Wie, Wo, Warum, Wann) kurz und prägnant beantwortet werden.

Ebenfalls wichtig: Welcher Mehrwert wird Kunden durch das im Werbemittel beworbene Produkt oder die Dienstleistung geboten? Auch eine konkrete Kontaktadresse für Fragen muss auf jedem Werbemittel zu finden sein. Allgemein gilt: Weniger ist mehr. Das heißt, Unternehmen sollten sich auf die wichtigsten Punkte beschränken.

Die Farbwelt spielt bei der Gestaltung von Werbemitteln eine große Rolle. Dabei sollte man auch auf kulturelle Unterschiede achten. Foto: Cewe-Print.de

Je klarer der Inhalt strukturiert ist, desto schneller lässt er sich erfassen. Studien zeigen, dass Betrachter innerhalb von 2 bis 3 Sekunden entscheiden, ob sie vom Inhalt angesprochen werden oder nicht. Auf Superlative sollten Unternehmen jedoch verzichten.

Neben einem klaren Nutzwert für den Leser ist auch ein „Call to Action“, bei dem Betrachter aufgefordert werden etwas zu tun, wichtig – etwa weitere Informationen anfordern oder die Homepage des Unternehmens besuchen. Dies motiviert Betrachter, sich weitergehend mit dem Unternehmen zu beschäftigen.

6. Auf die Optik achten

Einheitlich aufgebaute Flyer und Co. sind für Betrachter leichter erfassbar und lesbar. Dazu sollten Firmen bei der Gestaltung auf gut lesbare Schriftarten und angemessene Schriftgrößen vertrauen.

Das gilt auch für größere Werbemittel wie Messeplakate: Gerade hier ist die Schriftgröße von entscheidender Bedeutung. Allgemein gilt: Pro Meter Abstand muss die Größe um einen Zentimeter vergrößert werden. Zudem lohnt es sich, Logos an mehreren Stellen des Messestandes zu platzieren, damit sie von jeder Position aus sichtbar sind.

7. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Bilder sprechen Betrachter auf ganz anderen Ebenen an als Texte und verdeutlichen so die Marketingbotschaft. Bei der Gestaltung sollten Unternehmen auf eine ausreichende Qualität der Dateien achten. Eine standardmäßige Einbindung aller Bilder in einer Auflösung von mindestens 300 dpi (dots per inch = Punkte pro Zoll) für die entsprechende Bildgröße ist empfehlenswert.

Bei Dateien in geringerer Auflösung laufen Firmen Gefahr, dass die Bilder im Druck unscharf wirken. Das gilt auch für Schriftarten: Besonders geschwungene oder dünne Schriftarten sind nicht für den Aufdruck auf jedem Material und in jeder Farbe geeignet. Proof-Drucke helfen Firmen bei einem Qualitätscheck vor dem Produzieren des kompletten Auftrags.

8. Farbpsychologie beachten

Farben wecken Emotionen, Assoziationen und bleiben leicht im Gedächtnis haften. Deswegen sind sie für die Gestaltung von Werbemitteln wichtig. Jedoch ist hier auch Vorsicht geboten: Nicht alle Farben passen zusammen. So können Rot und Grün auf Dauer für die Betrachter anstrengend wirken. Je nach Zielmarkt sollten Unternehmen bei der Gestaltung auf die Bedeutung von Farben in verschiedenen Kulturkreisen achten.

9. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Vor der Produktion müssen alle Werbemittel eine finale Abschlusskontrolle bestehen. Dabei sollten Firmen darauf achten, dass alle Tipp- und Rechtschreibfehler behoben wurden, das Layout stimmig ist, die Qualität von Bildern ausreicht, Schriftarten korrekt eingebettet wurden und das Format mit den von der Druckerei geforderten Daten übereinstimmt. Dies ist wichtig, um ein optimales Druckergebnis zu erzielen.

10. Lagerung und Versand beachten

Gerade bei ausgefalleneren Werbemitteln, wie z.B. Schokoladen-Adventskalendern, spielt die Lagerung eine entscheidende Rolle, wollen Unternehmen eine unangenehme Überraschung beim Auspacken vermeiden. Deswegen sollten sie sich schon bei der Gestaltung Gedanken über die spätere Lagerung machen.

Das gilt auch für den Versand: Sollen Werbematerialien per Post versendet werden, müssen sie bestimmte Standardgrößen einhalten. Auch Ablaufdaten sollten bei der Auswahl der Bestellmengen eingeplant werden.

Quelle: Cewe-Print.de

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