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Deutscher Druck- und Medientag: Positiver Ausblick

von FESPA Staff | 03.07.2017
Deutscher Druck- und Medientag: Positiver Ausblick

Beim Deutschen Druck- und Medientages des bvdm 2017 in Berlin (22. bis 23. Juni) überwog der Optimismus.

Rund 240 Verbandsmitglieder des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm) waren für zwei Tage zum „Deutschen Druck- und Medientag 2017“ ins Kempinski Hotel Bristol Berlin gekommen. Neben der Mitglieder- sowie der Juniorenversammlung erwartete sie das beliebte Unternehmerforum. Die Netzwerk-Veranstaltung „Der Abend der Deutschen Druckindustrie“ im Spreespeicher im Berliner Osthafen rundete das Programm ab.

Das Unternehmerforum am Nachmittag des 22. Juni 2017 wurde von Wolfgang Poppen, Präsident des Bundesverbandes Druck und Medien eröffnet. Mit Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sowie Peter Altmaier, Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes, konnten hochkarätige Besucher begrüßt werden.

Auf reges Interesse stieß der Vortrag von Dr. Markus Lorenz, Boston Consulting Group zum Thema „Die Große Transformation? Print 4.0 und die Zukunft des Druckens“.

Im Rahmen des Deutschen Druck- und Medientages wurde außerdem die Jahrespressekonferenz des Bundesverbandes Druck und Medien bvdm abgehalten. Dr. Paul Albert Deimel, Geschäftsführer des bvdm, konnte am Vormittag des 22. Juni 2017 im Salon Sanssouci rund ein Dutzend Fachjournalisten begrüßen.

Dr. Deimel hatte Positives zu vermelden: Im Drupa-Jahr 2016 wurde nach Jahren des Staus kräftig investiert. Um ganze 20% sind die Investitionen im Vergleich zu 2015 gestiegen. Dabei hat die Branche die Zukunft fest im Blick: 65% der Unternehmen planen in den nächsten zwei Jahren die Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben.

Situation stabilisiert sich

Gut 11.600 Unternehmen in der Druckindustrie zählte der bvdm zum Stichtag 30.9.2016. Damit fiel ihre Zahl um 2,4%, die der Arbeitnehmer um gut 2%. Nach Jahren starker Verluste scheint sich die Situation also zu stabilisieren.

Dazu passt, dass auch die Nettowerbeeinnahmen der Druckindustrie nur rund 1,2 zurückgingen, mit knapp 55 Prozent vereinigten Tageszeitungen, Kataloge, Verzeichnismedien und andere Publikationen noch immer den Löwenanteil am Werbekuchen auf sich.

Druckereien erzielen rund 40% ihres Umsatzes mit der Herstellung von Werbung. Zum Vergleich: Online-Werbung wächst zwar immer noch rasant, macht aber nur knapp 10% der gesamten Nettowerbeeinnahmen aus.

Die Druckbranche kann mit 21,1 Mrd. Euro den Jahresumsatz 2016 voraussichtlich auf dem Niveau von 2015 halten. Allerding ist das Wachstum ungleich verteilt. 80 Prozent der Mitgliedsbetriebe des bvdm beschäftigen unter 20 Mitarbeiter. Es sind jedoch die sieben größten Unternehmen, zumeist aus dem Süden der Republik, die mit mehr als 250 Millionen bereits 15% aller Umsätze erwirtschaften.

Druckbranche wird positiver wahrgenommen

Dr. Deimel hob bei der Pressekonferenz hervor, dass sich nach harten Jahren das Bild der Druckindustrie auch in der Öffentlichkeit nun wieder positiver abzuzeichnen beginnt. Der bvdm führt dies auch auf Presse- und Lobbyarbeit zurück, die besonders nach dem Umzug von Wiesbaden nach Berlin 2014 intensiviert wurde.

Zur Bundestagswahl im Herbst 2017 hat der Verband den im Bundestag vertretenen Parteien sowie der FDP 21 „Wahlprüfsteine“ mit Fragen zu Themen wie Bürokratieabbau, Tarifautonomie und Sozialkosten vorgelegt, deren Ergebnisse im Laufe des Jahres veröffentlicht werden sollen.

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