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Wie man Greenwashing erkennt

von Laurel Brunner | 14.10.2020
Wie man Greenwashing erkennt

Laurel Brunner erörtert die Notwendigkeit einer gleitenden Skala für das Greenwashing in Bezug auf Nachhaltigkeitsansprüche bei Unternehmen.

Viele Grafikunternehmen wollen ihren Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels leisten. Sie nehmen es möglicherweise sehr ernst und sind nach ISO 14001 (Umweltmanagementsysteme) zertifiziert, oder sie ziehen es vor, etwas lockerer zu sein, wie sie Kohlenstoff- und Umweltauswirkungen reduzieren.

In beiden Fällen müssen sie mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten und ihre Nachhaltigkeitsansprüche in einem bestimmten Kontext bewerten.

Es sollte eine Art gleitende Skala für das Greenwashing geben, die von null bis zehn reicht, wobei zehn die ehrlichsten Behauptungen sind. Null wäre unwahre oder unaufrichtige Nachhaltigkeitsansprüche und zehn wäre die berechtigte und kugelsichere Nachhaltigkeit. Das ist ein Anfang, aber was wären gute Beispiele für beide Extreme?


Beginnen wir mit den falschen. Eine deutsch-französisch-niederländische Verbraucherschutzgruppe namens Foodwatch hat kürzlich deutsche Verbraucher gebeten, die empörendste Lüge in Bezug auf Verpackungen zu benennen. Arlas Bio-Weidemilch ist einer von fünf Nominierten. Die Verpackung des langlebigen Milchprodukts behauptet, dass es den CO2-Ausstoß um beeindruckende 72% senkt. Laut Foodwatch ist dies Müll, da nur die Verpackung umweltfreundlich hergestellt wird, nicht die Milch. Arla hat anscheinend sogar ein gefälschtes Umweltzeichen für das Produkt erfunden, daher muss es sich um Greenwashing der schlimmsten Art handeln.

Näher bei uns zu Hause hatten wir kürzlich eine Pressemitteilung eines Tintenstrahldruckkopfherstellers, in der die Einführung neuer Verpackungen auf Papierbasis auf der Basis von „vollständig recycelbarem und biologisch abbaubarem Karton“ angekündigt wurde. Gibt es eine andere Art? Sich von Kunststoffen abzuwenden, um den Kunststoffverbrauch um 1,2 Tonnen pro Jahr zu senken, ist großartig, aber angesichts der aktuellen Kunststoffkrise nicht viel mehr als verantwortungsbewusstes Verhalten. Die Erwähnung, dass Pappe biologisch abbaubar ist, bestätigt, dass sich das betreffende Unternehmen nicht die Zeit genommen hat, die Initiative über die Vorteile des Kästchens hinaus zu prüfen.

Auf der anderen Seite, wo ein Anspruch wirklich solide und beeindruckend ist, haben wir jede Organisation in der Grafik-Lieferkette, die eine ISO 14001-Zertifizierung hat, insbesondere seit vielen Jahren. Die Zertifizierung nach ISO 14001 ist Goldstandard, aber ebenso gültig ist das kleine Unternehmen, in dem Eigentümer und Mitarbeiter Maßnahmen zur Minderung der Umweltbelastung ergriffen haben. Selbst eine Umweltpolitik zeigt ein Engagement für ökologische Nachhaltigkeit in der Branche.

Die einzige Möglichkeit, die Cheats zu erkennen, besteht darin, ihre Ansprüche zu überprüfen. Schauen Sie hinter die Behauptungen und überprüfen Sie die Details. Wenn Sie keine finden können, fragen Sie und wenn Sie keine richtige Antwort erhalten, bringen Sie Ihr Unternehmen woanders hin. Bei Nachhaltigkeit geht es darum, Ihr Unternehmen so aufzubauen, dass die Umwelt und die Notwendigkeit des Planeten berücksichtigt werden, dass Industrie und Verbraucher mehr Sorgfalt walten lassen.

Quelleninformation: Dieser Artikel wurde vom Verdigris-Projekt erstellt, einer Brancheninitiative, die das Bewusstsein für die positiven Umweltauswirkungen von Print schärfen soll. Dieser wöchentliche Kommentar hilft Druckunternehmen, sich über Umweltstandards auf dem Laufenden zu halten und wie umweltfreundliche Unternehmensführung dazu beitragen kann, ihr Geschäftsergebnis zu verbessern. Verdigris wird von folgenden Unternehmen unterstützt: Agfa Graphics, EFI, Fespa, Fujifilm, HP, Kodak, Miraclon, Ricoh, Spindrift, Splash PR, Unity Publishing und Xeikon.

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