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Die ISO 20690 – der neue Standard für einfachere Betriebskostenberechnungen

von FESPA Staff | 08.03.2018
Die ISO 20690 – der neue Standard für einfachere Betriebskostenberechnungen

Mit der neuen Norm ISO 20690 kann der Energieverbrauch beim digitalen Auflagendruck besser bestimmt und verglichen werden.

Die ISO 20690 hilft bei der Ermittlung des Energieverbrauchs für Digitaldruckmaschinen. Sie vereinfacht den Vergleich der Betriebskosten sowie des CO2-Fußabdrucks.

Heutzutage treffen die Käufer von Investitionsgütern ihre Entscheidungen auf der Grundlage zahlreicher Kriterien, wie z.B. monatlicher Servicegebühren, Platzbedarf, Kosten für Kapital, Finanzierung und Verbrauchsmaterial, sowie der Qualität des Supports.

Darüber hinaus versuchen die Käufer, möglichst die Energiekosten jedes Teils zu berücksichtigen. Vor kurzem hat ISO zusammen mit der FOGRA, dem Deutschen Forschungsinstitut für Medientechnologien, und Ricoh Europe, einem der aktivsten Akteure für die Nachhaltigkeit in der der grafischen Industrie, einen neuen Standard erarbeitet, der dies möglich macht.

Die neue Norm ISO 20690 trägt dazu bei, die Methoden zur Bestimmung des Energieverbrauchs von Digitaldruckern zu vereinheitlichen. Sie vereinfacht damit den Vergleich der Betriebskosten sowie des CO2-Fußabdrucks dieser Maschinen.

Diese neue Norm kann man als natürlichen Partner der ISO 16759 bezeichnen. Diese wurde

ursprünglich im selben ISO-Komitee wie die ISO 20690 entwickelt. ISO 16759 konzentriert sich auf die Quantifizierung und Kommunikation von Berechnungen des CO2-Fußabdrucks von Print-Produkten.

Die Berechnung des Energieverbrauchs erfolgt in der Regel auf der Basis der Anschlussleistung eines Geräts, d.h. der Gesamtlast in Watt, die gemessen wird, wenn alle Komponenten innerhalb der Maschine ans Netz gehen. Dazu gehören auch die Dioden, die den Betriebszustand anzeigen, Interface-Panels und verbaute Computer, die alle in die Energieberechnung einbezogen werden, selbst dann, wenn sie nicht in Betrieb sind. Daher ist diese Art der Berechnung nicht besonders genau.

Im Vergleich dazu verfolgt die ISO 20690 einen anderen Ansatz: Die Berechnungen erfolgen auf der Grundlage der tatsächlichen Höhe der elektrischen Belastung eines Stromkreises. Mit Hilfe des neuen Standards können Besitzer und Hersteller also den tatsächlichen Energieverbrauch eines Digitaldruckers genau bestimmen.  

Das erleichterte den Vergleich der Energiebilanz verschiedener Digitaldruckgeräte erheblich. Jonny Dörig, Produktmanager bei Gallus Ferd, einem Schweizer Etiketten- und Druckdienstleister, hat die ISO 20690 implementiert. Er berichtet, „dass sie es uns ermöglicht hat, die Energieeffizienz unseres Drucksystems einfach und schnell zu erfassen“.

Die ISO 20690 ist für den Einsatz bei Digitaldrucksystemen vorgesehen, die so konzipiert sind, dass sie einen einzigen Auftrag über einen längeren Zeitraum ausführen. Das kommt hauptsächlich bei Systemen vor, die für den Transaktions- und Buchdruck eingesetzt werden. Man berechnet nach dieser Norm die Kilowattstunden, die für den Druck von 1.000 DIN A4-Blättern eines standardisierten Testbogens erforderlich sind.

Wenn man den Anforderungen dieser neuen Normen folgt, sollte man die Betriebskosten genauer ermitteln können. Die Informationen unterstützen Unternehmer dann auch bei der Investitionsplanung. Darüber hinaus erhalten die Hersteller Benchmark-Zahlen, anhand derer sie den Energieverbrauch ihrer neuen Technologien vergleichen können.

Die ISO 20690 wird besonders auch an Standorten wie Deutschland von Vorteil sein. Denn hier gibt es Subventionsprogramme für Unternehmen, die in energieeffizientere Geräte investieren.

Quelle: Dieser Artikel wurde im Rahmen des Verdigris-Projekts erstellt. Die Brancheninitiative hat es sich zum Ziel gesetzt, die positiven Auswirkungen von Druckerzeugnissen auf die Umwelt stärker ins Bewusstsein zu rücken. Dieser Kommentar hilft Druckereien, sich über die Entwicklungen in puncto Umweltstandards auf dem Laufenden zu halten. Er zeigt auch, wie eine Unternehmensführung, die die Umwelt schont gleichzeitig die Profitabilität verbessern kann. Verdigris wird von folgenden Unternehmen unterstützt: Agfa Graphics, Spindrift.click, EFI, FESPA, HP, Kodak, Kornit Digital, Ricoh, Splash PR, Unity Publishing und Xeikon.

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