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Der Wandel des Textildrucks

by Folker Stachetzki | 15.05.2023
Der Wandel des Textildrucks

Der Textildirektdruck befindet sich seit einiger Zeit in einem Wandel – ein Wandel in der Digitalisierung und ein Wandel in der Flexibilität. Folker Stachetzki, Marketingleiter bei Brother At Your Side, erläutert, wie sich die Textildruckbranche verändert.

Der Textildirektdruck befindet sich seit einiger Zeit in einem Wandel – ein Wandel in der Digitalisierung und ein Wandel in der Flexibilität.

In der heutigen Welt geschieht vieles online und automatisch, und diese Aspekte machen sich auch im Direct-to-Garment-Printing-Geschäft immer deutlicher bemerkbar. Die Maschinen werden in die digitale Welt integriert. Mit Hilfe verschiedener Softwarelösungen und Apps werden die Druckerbedienung und die täglichen Arbeitsabläufe für Benutzer immer einfacher. Viele Softwarelösungen kombinieren die Verwaltung von Produkten und Bestellungen sowie die Anbindung an eCommerce-Tools.


Gleichzeitig können Anwender über Analysefunktionen die Effektivität ihrer Produktionsanlage bewerten und optimieren. Mehrere Produktionsstandorte und Drucker können gemeinsam oder einzeln ausgewertet und überwacht werden. Auch die Auswertung bestimmter Zeiträume ist möglich. Mit diesen Kennzahlen können Produktionen effizienter gestaltet und optimiert werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Umstellung vom Direktdruck auf den Bekleidungsdruck ist die Produktion, die sich an Angebot und Nachfrage orientiert. Nachhaltiger On-Demand-Druck sorgt für Flexibilität bei Produktions- und Bestellmengen. Statt Massenkollektionen zu produzieren, ist es profitabler, individuell auf den Markt einzugehen, schneller auf Trends zu reagieren und nur das zu produzieren, was nachgefragt wird. On-Demand-Druck eröffnet die Möglichkeit, individuell auf Kunden zu reagieren – sowohl bei großen Produktionen als auch bei kleinen Stückzahlen. Es berücksichtigt nicht nur die Wünsche der Kunden, sondern auch die Auswirkungen auf die Umwelt.

Das On-Demand-Drucken verhindert, dass Kleidungsstücke umsonst bedruckt und ungenutzt weggeworfen werden. Für den Produzenten bedeutet dies Kosten, da er Material- und Produktionsressourcen verbraucht. Es zeigt auch negative Auswirkungen auf die Umwelt, da die Produktionsenergie ungenutzt verschwendet wird und das Textil verschwendet wird. Mit dem On-Demand-Druck kann die Überproduktion von Kleidungsstücken drastisch reduziert werden, da nur das produziert wird, was benötigt wird. Dadurch werden Kosten sowie Treibhausgasemissionen im Produktionsbetrieb eingespart. Es besteht keine Notwendigkeit mehr, Überproduktionen zu vernichten.

Insbesondere im E-Commerce-Bereich entstanden durch das On-Demand-Geschäft mehrere neue Fulfillment-Center. So können Güter mithilfe von Technologie und Partnerschaften ganz nah an ihrem Bestimmungsort produziert werden. Dies führt zu einer drastischen Reduzierung von Abfall, Emissionen, Lieferzeiten und Kosten. Hersteller haben die Möglichkeit, ihre Waren dort zu produzieren, wo ihre Kunden sind. Dies verkürzt nicht nur die Lieferzeiten für die Kunden, sondern erhöht auch die Vertriebssicherheit.

Produktionen im Textildirektdruck werden immer flexibler und passen sich ihren Kunden an. Mindestbestellmengen entfallen und Produktionen können auf die Wünsche ihrer Kunden eingehen, von Kleinstauflagen bis hin zu Massenproduktionen.

Darüber hinaus wachsen die Umsetzungsmöglichkeiten, welche Arten von Textilien und Kleidungsstücken bedruckt werden können.

Ein nicht unerheblicher Teil davon ist die DTF-Lösung, also die Direct-to-Film-Lösung. Das Bedrucken von Folien und das anschließende Übertragen auf die Kleidungsstücke verleiht Produktionen eine enorme Vielseitigkeit. Bei den Textildruckern großer Hersteller kann jeder DTG-Drucker auch das DTF-Verfahren umsetzen. Um das Portfolio in den DTF-Bereich zu erweitern, sind nur wenige Maßnahmen erforderlich. DTF-Drucke können auf einer Vielzahl von Materialien angebracht werden, wie zum Beispiel Polyester, Baumwolle, Leder, Kunstleder, Holz, Jeans und Nylon. Ein weiterer großer Vorteil des DTF-Verfahrens besteht darin, dass Drucke vorbereitet und gespeichert werden können. Bei Bedarf muss das Motiv nachträglich nur noch mit Hitze auf das Textil gepresst werden.

Auch die DTF-Lösung befindet sich im Wandel. Nachdem zunächst einzelne Druckbögen auf der Druckplatte des Textildruckers befestigt wurden, gibt es nun die Rolle-zu-Rolle-Lösung.  
Beide DTF-Verfahren bieten Produzenten individuelle Vorteile und Flexibilität. Der Druck auf Einzelblättern eignet sich ideal für Einzelanfertigungen oder wenn ein Motiv oder Design getestet werden muss, für kleinere Mengen oder für Geschäfte mit begrenztem Platzangebot. Für große Auflagen ist die Rolle-zu-Rolle-Lösung optimal, da ein Motiv beliebig oft gedruckt werden kann und der Druckauftrag abläuft, ohne dass ein Bediener die Maschine überwacht oder Druckbogen wechselt. Die Rolle-zu-Rolle-Lösung läuft automatisch und kombiniert viele Einzelschritte, die ein Bediener ausführen würde.

Die Flexibilität, die die Veränderungen im Direkt- und Textildruck mit sich gebracht haben, macht es umso wichtiger, dass sich Hersteller auf ihre Maschinen verlassen können. Die Nachhaltigkeit und Langlebigkeit von Textildirektdruckern gewährleisten eine zuverlässige Produktion.


Gerade im Online-Geschäft ist es wichtig, dass keine Maschinen ausfallen, um Lieferzeiten einzuhalten und die Erwartungen der Kunden zu erfüllen. Mit Langzeitdruckern verläuft der Arbeitsablauf reibungslos und flüssig und die Effektivität wird gesteigert. Wenn Maschinen nur eine kurze Lebensdauer haben, drohen den Herstellern Produktionsausfälle und sie müssen möglicherweise Reparaturkosten bezahlen oder sogar Drucker komplett ersetzen. Empfehlenswert sind daher auch hochwertige Maschinen und ein guter Service des Herstellers. Sollte einmal etwas an der Maschine nicht laufen, kann der Service und Support des Herstellers einen langfristigen Ausfall verhindern und Abhilfe schaffen. Darüber hinaus garantieren diese Maschinen eine gleichbleibende und zuverlässige Druckqualität.

Hersteller sollten bei ihren Produktionen auch den Umweltfaktor berücksichtigen und auf nachhaltige Lösungen zurückgreifen. Angesichts vielfältiger Regelungen für mehr Nachhaltigkeit ist es sinnvoll, frühzeitig auf umweltfreundliche Prozesse zu setzen. Wasserbasierte Tinten und langlebige Maschinen, die nur über minimale integrierte Verbrauchsteile verfügen, sind die ersten Schritte in diese Richtung. Viele Tinten enthalten Chemikalien beispielsweise auf PVC-Basis, die nicht nur giftig, sondern auch sehr umweltschädlich sind. Bei wasserbasierten Tinten ist Wasser das mit der Tinte verbundene Grundlösungsmittel. Beim Trocknungsprozess verdunstet das Wasser und die Farbpigmente verbleiben auf den Textilfasern. Dieser Vorgang ist sicher für den Bediener und für die Umwelt.

In dieser Hinsicht befindet sich die Textildirektdruckindustrie in einem ständigen Wandel und es bleibt spannend zu sehen, wie sich das Geschäft weiterentwickeln wird und wie neue Innovationen entstehen werden.

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