Es gibt viele verschiedene Arten von Software, aber welche eignen sich am besten für den Einsatz im Großformat?
Einer der Nebeneffekte der Digitalisierung des Drucks ist, dass die Software jetzt eine entscheidende Rolle spielt, sogar noch mehr als die Druckerhardware. Es gibt mehrere verschiedene Softwareklassen und viele verschiedene Optionen innerhalb jeder dieser Klassen, was Großformatdruckern eine große Freiheit bei der Wahl gibt, wie sie ihren Workflow aufbauen wollen, um den Anforderungen ihres Unternehmens gerecht zu werden.
Zunächst einmal benötigt jeder Drucker einen RIP oder Raster Image Processor, der Bilder in eine Seitenbeschreibung für den jeweiligen Drucker übersetzt, einschließlich der Frage, wie die verfügbaren Farben gemischt werden sollen, welche Größe die Tintentropfen haben sollen und wo genau sie platziert werden sollen. Diese Fähigkeit ist von Druckermodell zu Druckermodell unterschiedlich, so dass Sie für jeden Drucker einen eigenen RIP benötigen.
Großformatige RIP-Server unterscheiden sich von anderen Druckbereichen dadurch, dass sie auch viele Funktionen enthalten, die normalerweise in einem Druckvorstufen-Workflow zu finden sind, wie die Möglichkeit, Dateien zu bearbeiten, Farben zu verwalten und grafische Elemente zu verschachteln. Einige RIPs können mehrere Drucker bedienen, in der Regel nicht mehr als vier, und in der Regel nur Drucker desselben Typs. Dies hat den Vorteil, dass Sie eine einzige Druckwarteschlange haben und die Arbeitslast automatisch auf die verschiedenen Drucker verteilen können.
Alternativ können Sie auch eine Workflow-Software wie Agfa Asanti oder PrintFactory verwenden, um die RIP-Funktionen für mehrere Drucker auszuführen. Sie benötigen dann aber immer noch einen Treiber für jedes Drucksystem, um die Eigenschaften des jeweiligen Druckers zu handhaben. Der Hauptvorteil, wenn Sie alle Druckgeräte über denselben Workflow laufen lassen, besteht darin, dass Sie die Farbausgabe aller Geräte leichter kalibrieren können.
Eine der wichtigsten und oft übersehenen Arten von Software ist der Preflight oder Dateichecker. Wenn Sie eingehende Kundendateien auf einem Preflight-Server ablegen, ersparen Sie sich im weiteren Verlauf eine Menge Kopfschmerzen. Diese Programme überprüfen die Dateien auf eine lange Liste von häufigen Fehlern wie fehlende Schriftarten, unerwartete Farbräume, niedrig aufgelöste Bilder, schlechtes Trapping, dünne Linien und so weiter. Die meisten Preflight-Programme können so konfiguriert werden, dass sie viele dieser Fehler automatisch beheben und bei Fehlern, die sie nicht beheben können, eine Warnung ausgeben. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass nur Dateien von einigermaßen guter Qualität in die Druckwarteschlange gelangen, so dass Sie nicht viel Zeit damit verschwenden müssen, sie später zu korrigieren und erneut zu drucken. Die meisten MIS- und W2P-Lösungen…
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