Club FESPA sprach mit Rusty Pepper, Leiter des Bereichs „Global Markets and Partnerships“ bei der Taylor Corporation, darüber, wie Druckereien eine neue Beziehung zum Marketing aufbauen müssen.
Unter all den faszinierenden Vorträgen auf der FESPA-Konferenz in Barcelona befasste sich einer der interessantesten tatsächlich damit, was die Druck- und Marketingbranche falsch macht – oder zumindest nicht ganz richtig. Rusty Pepper von der Taylor Corporation – ein bekennender Verfechter des Print-on-Demand und Referent dieser Keynote – ist der Ansicht, dass sich die Art und Weise, wie Druck und Marketing derzeit koexistieren, ändern muss.
„Wir erleben derzeit ein Zeitalter des Umbruchs. Der große Umbruch liegt nicht unbedingt in der Technologie selbst, sondern in den sich wandelnden Erwartungen der Kunden. Sie sind im Zeitalter von Amazon aufgewachsen, in dem wir alle unsere Bestellungen bereits am nächsten Tag erhalten können. Genau diese Erwartungen bestehen auch heute, wenn Menschen Druckerzeugnisse, Werbeartikel oder andere Marketingprodukte kaufen, die wir in dieser Branche anbieten. Eine Druckindustrie, die die Hindernisse beim Bestellvorgang für sie beseitigt, wird daher enorm an Bedeutung gewinnen“, sagt Rusty.
„Wir müssen uns überlegen, wie wir diesen sich wandelnden Erwartungen gerecht werden können, anstatt die Kunden – wie bisher – dazu zu zwingen, sich unseren Prozessen anzupassen. Druckereien werden den Kunden in Zukunft die Mittel an die Hand geben, damit diese die Kontrolle selbst in die Hand nehmen können. Hier kommt Print-on-Demand ins Spiel: Es ermöglicht ihnen, genau das zu erhalten, was sie benötigen – in der gewünschten Menge, wann und wo sie es benötigen –, ohne die Herausforderungen und Frustrationen in Kauf nehmen zu müssen, die traditionell mit dem Druck verbunden sind.“
„Die Bereiche, über die wir nachdenken müssen, sind: Wie betrachten Marketingabteilungen ihre Lieferkette? Wie versuchen sie, ihre Ausgaben zu steuern? Wie versuchen sie, die Marke zu steuern? Und welche Veränderungen vollziehen sich innerhalb der Lieferkette, die es ermöglichen, die in Bereichen wie dem Print-on-Demand vorhandenen Instrumente zu nutzen?“
Die 9 wichtigsten ÜberlegungenIn welchen konkreten Bereichen können Druckereien und Marketingfachleute ihre Zusammenarbeit neu überdenken? Rusty skizziert neun Bereiche, in denen ein modernerer, ausgefeilterer Ansatz die Kluft überbrücken kann.
1. Die Branche hat bisher die falschen Kennzahlen gemessen„Die Stückkosten sind eine Kennzahl aus der Fertigung, keine Marketingkennzahl. Wert entsteht nicht bei der Produktion, sondern bei der Nutzung. Keine Nutzung bedeutet keinen Wert, unabhängig von den Stückkosten. Als Ersatz wird der ‚Return on Impressions‘ vorgeschlagen – gemessen anhand der Markteinführungszeit, der Nutzungs-…
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