Wir sprachen mit Deepak Siddharth – CEO und Gründer von RDX Digital – über die Herausforderung, einen Druckmaschinenhersteller aus dem Nichts zu gründen und von Indien aus den globalen Status quo zu übernehmen.

Die internationale Druckmaschinenindustrie ist ein gut etablierter Markt, der weitgehend von bekannten Namen beherrscht wird. Es gehört also schon ein gewisses Maß an Mut dazu, zu glauben, dass man in der Lage sein könnte, in diesen Club einzudringen und einen Teil davon für sich zu beanspruchen. Und es würde noch mehr Ehrgeiz erfordern, zu glauben, dass dies einem Unternehmen mit Sitz in Indien gelingen könnte: keine Nation, die im globalen Druckmaschinenmarkt besonders stark vertreten ist.

Aber dem Gründer und CEO von RDX Digital, Deepak Siddharth, mangelt es nicht an Mut, Ehrgeiz und einigen anderen wichtigen Eigenschaften, die dazu führten, dass sich eine solche Idee zunehmend als realisierbar erweist.

„Ich glaube nicht, dass es jemals eine Druckerei gegeben hat, die eine hybride Digitaldruckmaschine hergestellt hat“, lacht Deepak. „Aber ich kenne die Probleme in diesem Geschäft, ich kenne die Engpässe, die in diesem Geschäft entstehen können, und ich weiß, welche Art von Automatisierung und welche Art von Funktionalitäten es dem Benutzer der Maschine wirklich leichter machen.“

Deepak ist nicht ’nur‘ ein Drucker (und jetzt Druckmaschinenhersteller) – seine frühere Karriere war die eines Softwareingenieurs. Vor fünfzehn Jahren entwickelte er eine Software für die Individualisierung von T-Shirts und verwendete dafür seine gesamten Ersparnisse, um seine erste Druckmaschine zu kaufen. Da es aber kaum Kundenbetreuung gab, musste Deepak lernen, die Maschine selbst zu warten und zu reparieren. Es war zwar eine Lernkurve, aber sie legte den Grundstein für das, was RDX Digital werden sollte, und 2016 öffnete ein Besuch in China Deepaks Augen für neue Möglichkeiten.

„Wo ich herkomme – Tiruppur in Tamil Nadu, Indien – ist wahrscheinlich das zweitgrößte Gebiet für die Herstellung von T-Shirts in der ganzen Welt“, sagte Deepak.

„Zuvor hatte ich eine europäische Maschine verwendet. Aber als ich die chinesischen Maschinen beschaffte, stieg die Produktionsgeschwindigkeit von 30 oder 40 Stück pro Stunde auf 300 oder 350 Stück pro Stunde. Die Wahrheit ist, dass ich RDX Digital gegründet habe, weil ich einfach bessere Maschinen herstellen wollte, die ich selbst benutzen kann.“

Schnelle Expansion

Ausgehend von diesem Ursprung und dem anfänglichen Ziel, im Januar 2024 ein oder zwei Maschinen pro Jahr für den Eigenbedarf zu produzieren, fertigt RDX Digital heute jeden Monat sieben oder acht Maschinen für…

...