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Gläser nach Maß

von Sonja Angerer | 17.07.2017
Gläser nach Maß

Bei Druckdurst.com bekommt man Trinkgläser und Flaschen mit individuellen Designs. Das Verfahren dazu hat der Betreiber des Online-Portals selbst entwickelt.

Hochzeitspaare und Jubilare greifen besonders gerne zu: beim Online-Portal Druckdurst.com kann man Gläser mit eigenem Dekor bestellen, und das ab Stückzahl 1. Wer möchte, kann aber auch auf die wachsende Auswahl an Vorlage zugreifen, grafisch versiertere Kunden können ihr Schnaps-, Weizenbier- oder Wasserglas bzw. die Glastrinkflasche mit Hilfe des Online-Editors auch komplett frei gestalten.

Knapp acht Euro kostet ein individuell bedrucktes Schnapsglas, binnen weniger Tage wird es geliefert. Druckdurst.com ist erst Anfang 2017 gestartet, deshalb wird die Auswahl an Glasgefäßen noch stetig ergänzt.

Mit dem Verfahren, das Tobias Mayer, Geschäftsführer von Druckdurst.com mitentwickelt hat, lassen sich jedoch Gefäße zwischen etwa 50 ml und mehreren Litern Fassungsvermögen sowie in vielen verschiedenen Formen bedrucken.

18 Monate Entwicklungszeit

Rund 1,5 Jahre hat es gedauert, bis die perfekten Einstellungen für den angepassten Direct-to-Shape Inkjet-Drucker gefunden waren. Damit die UV-härtenden Tinten auch zuverlässig auf Glass halten, muss dieses zunächst grundiert werden. Primer sowie Tinten für den Vierfarb-Druck lieferte dabei die Marabu GmbH & Co. KG als Technologiepartner.

Zum Schutze des Dekors wird dieses mit einem Überlack versiegelt. Wenn die Gläser mit der Hand gespült werden, soll so eine lange Haltbarkeit der Motive garantiert sein. In der Zukunft will man auch Metall-, sowie bei größeren Bestellungen auch den Druck von Sonderfarben anbieten.

Pro Tag sollen sich so mehrere tausend Gläser bedrucken lassen, und das, obwohl die Maschine jedes Glas einzeln verarbeiten muss. 

Verpackungsideen für Luxusprodukte

Derzeit allerding gelten Bestellungen von zehn Produkten und mehr bereits als Großabnahme. Das wundert nicht, ist der neuartige Dienst doch erst vor wenigen Monaten gestartet.

Mayer hat aber noch weitere Abnehmer im Fokus: „Wir können uns vorstellen, künftig nicht nur Privat- und Firmenkunden sowie Veranstalter und Gastronomen zu beliefern, sondern beispielsweise mit unsere Technologie auch individuelle Luxus-Verpackungen zu ermöglichen“, erklärt er.

In diesem Bereich kann sich das Start-up Druckdurst.com von der Konzernmutter PSL GmbH Rückendeckung holen: Der Mittelständler aus Hehlen gilt als technologieführend bei der Flaschendekoration.

„Individualisierte Verpackungen werden in den kommenden Jahren einen massiven Boom erleben“, ist sich Mayer sicher. „Vermutlich werden diese aber eher von spezialisierten Inkjet-Druckern als von den etablierten Platzhirschen der Verpackungsindustrie produziert werden. Denn diese haben bereits viel Erfahrung mit der Herstellung und auch der Logistik von Einzelstücken und Kleinserien.“ 

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