Textile printing

Neue Technologien und Materialien vernetzen und kartieren die Seidenstraße neu

by Debbie McKeegan | 21.03.2024
Neue Technologien und Materialien vernetzen und kartieren die Seidenstraße neu

Debbie McKeegan spricht mit Thomas Poetz über die Veränderungen im Textilsektor in den letzten 30 Jahren. Thomas teilt seine Erkenntnisse und diskutiert die neuesten Innovationen im Bereich Textilfasern.

In unserem neuesten Interview sprechen wir mit Thomas Poetz, der seine digitale Textilreise vor über 30 Jahren begann. In dieser Zeit hat sich in der gesamten Druckbranche viel verändert und sie wandelt sich allmählich in Richtung einer digitalen Zukunft im großen Maßstab. Wie bei jeder Reise gab es viele Wendungen und viele neue Wege zur Markteinführung – einige bedeutender als andere. Wir haben uns mit Thomas getroffen, um seine Erkenntnisse und die neuesten Innovationen für Textilfasern zu besprechen.

Wie Thomas selbst sagt: „Es ist eine gute Zeit. Es ist eine Zeit des Wandels“, und tatsächlich: „Die Textilindustrie ist bereit, die Fäden der Vergangenheit zu entwirren und eine neue Zukunft für die Textilproduktion entlang der gesamten Lieferkette zu spinnen.“ Eine Zukunft, die sich auf die Gesundheit unseres Planeten und eine umweltfreundliche Produktion konzentriert.“

Vor nicht allzu langer Zeit schien die Idee einer von digitalen Technologien angetriebenen Textilindustrie futuristisch. Dank leidenschaftlicher Visionäre wie Thomas Poetz stehen wir heute kurz davor, diese Zukunft Wirklichkeit werden zu lassen.

Im Gespräch spricht Thomas mit seiner drei Jahrzehnte langen Erfahrung in der Textilindustrie über seinen Weg vom Großformatdruck zu Textilien und seine Leidenschaft für Inkjet-Technologien. Seine einzigartige Erfahrung hat es ihm ermöglicht, den Digitaldruck mit dem Analogdruck zu vergleichen und das enorme Potenzial zu erkennen, das der Digitaldruck heute gegenüber seinem traditionellen Gegenstück bietet.

Bei dem digitalen Versprechen geht es, wie Thomas es ausdrückt, vor allem um Nachhaltigkeit: „Erstaunlicherweise gehen 20 % der weltweiten Wasserverschmutzung auf die Textilindustrie zurück, zusammen mit einem gewaltigen jährlichen CO2-Fußabdruck von 1.715 Millionen Tonnen.“ Die Möglichkeit, diese Zahlen drastisch zu reduzieren – 95 % weniger Wasserverbrauch, deutlich weniger CO2 – liegt in greifbarer Nähe digitaler Technologien.“ Thomas argumentiert, dass Unternehmen von herkömmlichen analogen Textilien auf einen digitalen Prozess umsteigen sollten, nicht nur aus Gründen der Effizienz und wirtschaftlichen Flexibilität, sondern auch um eine nachhaltigere Zukunft zu schaffen.

Ebenso wichtig für die zukünftige Nachhaltigkeit der Textilproduktion sind Materialien. Thomas unterstützt Norafin, ein Unternehmen, das seit 2005 fleißig an der Entwicklung einer Technologie arbeitet, die natürliche Zellulosefasern mithilfe von Hochdruckwassertechnologie verbindet und fixiert, und das ganz ohne Klebstoffe oder Chemikalien. Sie haben ein innovatives Textilvliessubstrat entwickelt, das nicht nur biologisch abbaubar, sondern auch mit UV-Gel- und wasserbasierten Tinten bedruckbar ist. Diese bahnbrechende Technologie könnte die Zukunft der Wandbekleidungsindustrie neu definieren und darüber hinaus ein Zeichen für die Leistungsfähigkeit neuer Fasertechnologien und ihr Potenzial sein, Umweltveränderungen zu nutzen und zu fördern.

Thomas engagiert sich ebenso leidenschaftlich für nachhaltige Entwicklung und erklärte im Gespräch, wie wir die SDGs der Vereinten Nationen am besten nutzen können, und er brachte die Vorteile digitaler Technologien mit sieben der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen in Einklang. Dazu gehören hochwertige Bildung, sauberes Wasser, Wirtschaftswachstum, Brancheninnovationen, verantwortungsvoller Konsum und Produktion, Klimaschutz und Leben an Land.

Auf dem Weg zu nachhaltigeren Praktiken fordert Thomas die Akteure der Branche dazu auf, fundierte Entscheidungen zu treffen – sich darüber zu informieren, was sie kaufen, die Vorlieben der Kunden zu verstehen und nachhaltige Materialien und Partner auszuwählen. Er stellt sich eine Zukunft vor, in der die Branche mit digitalen Produktionszentren übersät ist, was zu erheblichen Umweltvorteilen in mehreren Textilmarktsektoren führen wird.

Zusammenfassend beleuchtete unser Gespräch mit Thomas Poetz das Versprechen digitaler Drucktechnologien in der Textilindustrie – ein Versprechen von Effizienz, Nachhaltigkeit und einer besseren Zukunft für uns alle durch die Verbindung von ökologischer Verantwortung mit industrieller Innovation.

Hören Sie sich den Podcast hier an.

Hier sind die 5 wichtigsten Erkenntnisse aus unserem Gespräch …

  1. Technologische Konvergenz : Norafins bahnbrechende Arbeit mit Naturfasern signalisiert einen Wandel hin zu technologiegetriebenen, umweltfreundlichen Herstellungsprozessen und setzt einen neuen Branchenmaßstab.

  2. Ausrichtung an den SDGs : Digitale Technologien in der Textilherstellung stehen im Einklang mit mehreren UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung und treiben die Branche in eine ethischere und nachhaltigere Zukunft.

  3. Informierte Entscheidungsfindung : Betonung der Notwendigkeit, dass Branchenakteure über ihre Einkäufe, Kundenpräferenzen und die Nachhaltigkeit von Materialien und Partnern Bescheid wissen.

  4. Zukunftsvision : Thomas stellt sich eine Branche vor, in der digitale Fertigungszentren (Smart Hubs) zum bevorzugten Netzwerk für die Produktion werden – und so erhebliche Umweltvorteile, On-Demand-, lokale Beschaffung, reduzierte Transportwege und verbesserte Nachhaltigkeit bieten.

  5. Versprechen der Digitalisierung : Die digitale Revolution verspricht nicht nur mehr Effizienz und Umweltfreundlichkeit, sondern auch einen Paradigmenwechsel in der Textilindustrie.

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