Druckstandards nach ISO gelten nicht nur für Papier

by FESPA | 13.01.2017
Druckstandards nach ISO gelten nicht nur für Papier

Beim Entwurf des ISO 1675 (zur Berechnung des CO2-Fussabdrucks bei Printmedien) hatte man vor allem papierbasierte Drucke im Fokus. 

Interessanterweise wird dieser Standard von einem taiwanesischen Textilhersteller auch auf weitere gedruckte Medientypen angewendet.

Kurz nach Ankündigung des ISO 16759 im Juli 2013, stellte Globle-Tex fest, dass mehrere Anbieter von Sportsware verstärkt Interesse an der CO2-Bilanz ihrer Produkte zeigten. Dazu gehörten einige große Marken im Sportgeschäft wie Puma, New Balance, Lacoste und Le Coq Sportif.

Globle-Tex reagierte auf diese Kunden mit der Erhebung von Daten zum CO2-Fussabdruck ihrer bedruckten Textilien auf der Grundlage von Life-Cycle-Analysen.

Obwohl die eigentliche Anwendung von ISO 16759 primär für papierbasierten Druck gedacht ist, hat Globle-Tex ganz richtig erkannt, dass der Standard auf jede Art von Druck angewendet werden kann.

Dazu gehört neben offensichtlich traditionellen Anwendungen wie etwa Buch-, Zeitungs- und Zeitschriftendruck, auch Textildruck. Laut Globle-Tex gilt er auch für gedruckte Elektronik und den 3D-Druck, etwa von Schuhen.

ISO 16759 wird in jedem Entwicklungsstadium eines Globle-Tex-Produkts angewendet und erstreckt sich bis zur Auslieferung. Das Unternehmen misst nach eigenen Angaben die CO2-Bilanz von Materialherstellung, Druck, Maschineneinsatz und aller untergeordneter Druckprozesse wie Etiketten, Verpackungen und Beileger mit Produktinformationen.

Globle-Tex gibt an, dass sie in der Lage sind, den CO2-Ausstoß von allem, was zur Herstellung ihrer maßgeschneiderten Textilien erforderlich ist, bestimmen zu können.

Das Unternehmen verkauft nach Kundenwunsch produzierte Stoffe sowohl als fertiges Produkte wie auch zur Weiterverarbeitung und produziert auf eigenen Thermosublimationsdruckern. Die Zertifizierung von Globle-Tex nach ISO 16759: 2013 lief etwas seltsam, sie umfasst den digitalen Sublimationsdruck und die UV-Druckmaschine.

Sie erstreckt sich auf mit diesen Druckern produzierte Materialien, die für die Druckproduktion von kundenspezifische Textilien genutzt werden. Die Textilprodukte werden nach Aussage des Unternehmens auf umweltfreundlichen Materialien gedruckt und in einer nachhaltigen Lieferkette produziert.

Das Unternehmen beansprucht für sich auf dem asiatischen Markt eine führende Position in Bezug auf aktives Engagement bei der Bestimmung des CO2-Fussabdrucks.

Die Zertifizierung nach ISO 16759 ist Teil der Bemühungen von Globle-Tex, sich stärker seiner sozialen Verantwortung zu stellen und damit die Erwartungen der Kunden vor allem in den Industrieländern vorwegzunehmen.

Mit beachtlicher Voraussicht bedient Globle-Tex die Erwartungen von Bekleidungsfirmen an ihre Lieferanten, umweltfreundliches Denken zu demonstrieren zu können, das die Unternehmensziele in Sachen Nachhaltigkeit unterstützt.

Dies ist eine solide Vorgehensweise, da die Verpflichtungen, die die Regierungen eingegangen sind, langsam ihren Weg in die Zulieferketten finden, und damit auch Druckdienstleister betreffen.

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