Der Trend zu Kleinauflagen im Textildruck führt zu rasantem Wachstum im Sublimationsdruck
Der neue Report von Smithers Pira liefert eine detailierte und langfristige Bewertung des schnell wachsenden Marktes dieser Drucktechnik.
Eine geschätzte Gesamtfläche von etwa 384 Millionen Quadratmetern Textil wurden im Jahr bis zum ersten Quartal 2016 im Thermosublimationsverfahren digital bedruckt - das ist ein Wachstum um knapp 18,4%. Eine Projektion ins Jahr 2021 ergibt 892 Millionen Quadratmeter.
Die vier wichtigsten Bereiche in der Endanwendung sind Kleidung, Haushalt (Teppiche, Wandverkleidungen und Polsterungen), technische und visuelle Kommunikation (Displays und Beschriftungen), sowie technische Textilien. Die letztere Kategorie umfasst etwa Anwendungen in Automobilen (Sitze, Gurte, Sitzverkleidungen, Schalldämmung), Taschen, medizinische und wissenschaftliche Textilien, Segel, Zelte, Sonnen- und Regenschirme, Zubehör und Sportausrüstung.
Bekleidung ist mit 75% wertmäßigem Marktanteil 2016 das größte Segment der Endanwendung. Die anderen Bereiche kommen alle auf 5 - 10% des Marktes. "Was den Markt beflügelt ist, einfach ausgedrückt, die steigende Nachfrage nach schneller, maßgeschneiderter Herstellung von schönen, einzigartigen Kleidungsstücken und Haushaltsprodukten." erklärt Dr. J. D. Hayward, der Verfasser der Studie.
"Dies wird durch digitale Drucktechniken immer leichter. Dafür müssen Druckunternehmen in Produktion und Auslieferung von Thermosublimations-Produkten immer schneller werden, um den Anforderungen der Kunden zu genügen."
Anwendungen des digitalen Textildrucks im Thermosublimationsverfahren sind, nach Produktionsdauer geordnet: Einzelstücke, Muster, Kleinstauflagen, Kleinauflagen und zunehmend auch große Produktionsläufe mit mehreren Tausend Druckmetern. Der letztere Bereich bildet den neuesten Wettbewerbsschauplatz, auf dem eine neue Generation hochproduktiver Sublimationsdruckmaschinen den konventionellen analogen Textildruck angreift.
Die jährlichen Umsätze mit Sublimationsmaschinen belaufen sich bis zum ersten Quartal 2016 auf 279 Millionen Euro (304 Millionen US-$), die mit Sublimationsfarben im gleichen Zeitraum auf 259 Millionen Euro. Weltweit wuchs die Produktion im digitalen Textildruck zwischen 2004 und 2009 jährlich um 45%, allerdings von einem niedrigen Ausgangspunkt.
Nach 2009 schwächte sich das Wachstum leicht ab. Dies lag zum einen daran, dass die beinahe exponentiellen Wachstumsraten der frühen Jahre sich in einem reifenden Markt nicht aufrechterhalten lassen, zum anderen am allgemeinen wirtschaftlichen Abschwung.
Der Digitaldruck im Thermosublimationsverfahren war im Zeitraum von 2004 bis 2009 gerade im Entstehen begriffen. Der Markt für Sublimationsfarbstoffe fiel daher in den Jahren zwischen 2011 und 2015 durch besonders starkes Wachstum auf. In einigen Ländern erreichte dies mehr als 50%, wenn auch ausgehend von einem niedrigen Niveau.
Die Marktteilnehmer sagen nun übereinstimmend ein geringeres Wachstum für den Zeitraum bis 2021 voraus. Doch mit einer Wachstumsrate von 18,4% bleibt der Markt für Thermosublimation schnell-wachsend und attraktiv und wird sich über den von der Studie untersuchten Zeitraum in Druckvolumen und -wert mehr als verdoppeln.
Bei den regionalen Märkten entfällt das größte Wachstum auf Asien einschließlich der Türkei, und das wird auch so bleiben. Dagegen lassen sich in Nordamerika und Westeuropa die höchsten Stückpreise erzielen.
Die Studie "The Future of Dye-Sublimation Printing to 2021" liefert Daten und exklusive Analysen für Beteiligte an allen Phasen der Wertschöpfungskette, die auf die Chancen dieses boomenden Marktes setzen wollen.
Die Studie untersucht globale und regionale Schlüsselmärkte und analysiert deren Zusammenspiel mit dem Stand der Sublimationstechnik. Dazu analysieren Experten die Technologie- und Marktführer, die das Wachstum tragen.
Expansionsmöglichkeiten im digitalen Textildruck
Es ist kein Geheimnis mehr, dass der Textildruck in der Druckindustrie zu den Bereichen mit dem größten Wachstum gehört, und viele Unternehmen diversifizieren sich in diesen Markt.
Um mit dem sich weiter verschärfenden Wettbewerb Schritt zu halten, suchen die Unternehmen nach Wegen, sich von der Konkurrenz abzusetzen und damit ihr Geschäft anzukurbeln. Einer dieser Wege ist, immer die beste Technik zu Verfügung zu haben und damit dem Kunden Produkte von höchster Qualität liefern zu können.
Über die Vorteile des Thermosublimationsverfahrens im Textildruck wurde schon viel gesagt und geschrieben, und viele Druckunternehmen in diesem Bereich haben sich bereits für diese Technik entschieden. Das ist auch der FESPA nicht verborgen geblieben und so wird die FESPA Digital im März besonderes Augenmerk auf diese Möglichkeiten des Textildrucks richten.
Die FESPA Textile ist Teil der FESPA Digital und wird einige der großen Player im Sublimationsmarkt begrüßen. Sie alle werden demonstrieren, wie ihre Lösungen Druckunternehmen zu Wettbewerbsvorteilen verhelfen können. Darüber hinaus werden die Hersteller auch Stände in anderen Bereichen der Messe aufbauen, um in dem massiven Andrang, den man in Amsterdam erwartet, zu begegnen.
Zwar umfasst der digitale Textildruck deutlich andere Prozesse, als Druckereien von den traditionellen Verfahren gewohnt sind. Wenn Unternehmen diese neuen Techniken meistern, stehen ihnen jedoch umfangreiche neue Geschäftsfelder offen.
Die FESPA Digital Textile Conference 2016 wird Firmen, die über eine solche Diversifizierung nachdenken, die Chancen des Marktes aufzeigen.
Die Veranstaltung im RAI Exhibition Center in Amsterdam findet am 8. März 2016 statt und wird eine Reihe von Experten zu Vorträgen begrüßen, die alle aufzeigen, wie traditionelle Druckunternehmen den Zugang zu neuen und spannenden Aufgabenfeldern im digitalen Textildruck erreichen.
Auf dem Tagesprogramm stehen auch Podiumsdiskussionen und, während des zugehörige Stehempfangs am Mittag ergeben sich gute Gelegenheiten, um Kontakte zu knüpfen.
Neben der eintägigen Konferenz gibt es über alle vier Tage der Messe im Bereich Digital Seminars bei freiem Eintritt Vorträge zum Textildruck mit Themen wie "Kleidung aus dem 3D-Drucker", "Druck direkt auf Kleidung. Sollen wir oder sollen wir nicht?" oder "Siebdruck und Textildirektdruck".
Besucher sind während der Messe eingeladen, einfach hereinzuschauen und den Vorträgen zu folgen. Mehr Info zu diesen Vorträgen und die Möglichkeit zur Registrierung finden sich unter dtc.fespa.com.
Der freie Eintritt zur Messe mit dem Code ATOZ0105 berechtigt automatisch zum Besuch von FESPA Digital 2016, FESPA Textile, European Sign Expo und Printeriors.
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