Gabriel Virto, Vorstandsmitglied von FESPA España, beleuchtet den Stellenwert der Messe und die Entwicklung der Textilbranche.

Für Gabriel Virto, Vorstandsmitglied der FESPA Spanien und Gründer von Iruña Custom Print, ist die Veranstaltung der FESPA Global Print Expo 2026 in Barcelona eine außergewöhnliche Chance für die spanische Druckindustrie und insbesondere für Unternehmen aus den Bereichen Textil und Personalisierung dar. „Die FESPA ist ein Tor zur Welt“, fasst er zusammen.

Virto kennt den Verband von innen heraus sehr gut. Er ist seit vielen Jahren mit FESPA España verbunden; er war sechs Jahre lang Vorsitzender und arbeitet auch heute noch aktiv im Vorstand mit. „Als ich in den Vorstand eintrat, waren dort ausschließlich sehr große Unternehmen aus dem Großformatbereich vertreten, während wir in einer kleinen Siebdruckerei T-Shirts herstellten“, erinnert er sich. „Aber mir war klar, dass ich Teil von etwas sein, mich einbringen und gemeinsam mit anderen daran arbeiten wollte, Veränderungen in der Branche voranzutreiben.“

FESPA zu Hause: Sichtbarkeit und Chancen

Dass die FESPA Global Print Expo in Spanien stattfindet, hat für Virto strategische Bedeutung. „Es ist sehr wichtig, dass die FESPA Global den lokalen Verbänden das Gefühl vermittelt, Gastgeber zu sein, wenn die Veranstaltung in ihrem Land stattfindet“, erklärt er. „Das verschafft uns Sichtbarkeit und stärkt unsere Rolle gegenüber anderen Verbänden oder Strukturen der Branche.“

Nachdem die für 2020 geplante Veranstaltung aufgrund der Pandemie abgesagt worden war, herrscht nun eindeutig positive Stimmung. „Wir sind sehr zuversichtlich“, erklärt er. „Es fanden Treffen auf allen Ebenen statt, und es wurden umfangreiche Vorbereitungen getroffen, um die spanische Teilnahme zu organisieren – vom Messestand bis hin zu den Referenten.“

Damit werden zwei Ziele verfolgt: die Unterstützung von FESPA International und gleichzeitig die Stärkung von FESPA Spanien, die Förderung des Wachstums des Verbandes sowie die Gewinnung neuer Mitglieder.

Eine Branche, die sich gewandelt und gestärkt hat

Mit fast 30 Jahren Erfahrung in der Branche hat Virto den Wandel der Branche durch sein Unternehmen Iruña Custom Print hautnah miterlebt. „Wir haben als traditionelle Siebdruckerei begonnen und uns stark weiterentwickelt – sowohl aus eigener Initiative als auch durch den Ansporn sehr anspruchsvoller Kunden, die uns dazu zwangen, besser zu werden“, erklärt er.

Die Krise von 2008 und die Pandemie markierten einen Wendepunkt. „Sie haben eine erhebliche Auslese bewirkt“, betont er. „Diejenigen, die übrig geblieben sind, sind solider, professioneller und verfügen über größere unternehmerische Fähigkeiten.“ Dennoch erinnert er daran, dass die Branche nach wie vor überwiegend aus kleinen Unternehmen besteht, von denen viele weniger als fünf Mitarbeiter beschäftigen.

Im Textilbereich ist diese Tatsache noch deutlicher zu erkennen. „In der weiten Welt des Siebdrucks galten Textilien traditionell als der Stiefkind“, bemerkt er. „Es geht voran, aber langsamer als in anderen Segmenten.“ Technologien wie DTG oder DTF haben Veränderungen vorangetrieben, doch die Entwicklung verläuft weiterhin schrittweise.

Die FESPA als Zugang zu globalem Wissen

In diesem Zusammenhang setzt sich Virto nachdrücklich für die Rolle der Verbände und der FESPA als Wissensplattform ein. „Der Austausch von Ideen und die Zusammenarbeit – auch mit Wettbewerbern – sind von entscheidender Bedeutung“, versichert er.

Für viele spanische Unternehmen beseitigt die FESPA in Barcelona Hindernisse. „Nicht jeder kann zu internationalen Messen reisen, aber hier findet man sie direkt vor Ort“, betont er. „Man kann Maschinen sehen und anfassen, Technologien in Betrieb kennenlernen und auf globale Informationen zugreifen.“

„Wenn ein Unternehmen, das bisher nur an nationalen Messen teilgenommen hat, die FESPA besucht, stellt es fest, dass sein Wissenshorizont bisher sehr begrenzt war“, fügt er hinzu. „Man kehrt mit neuen Ideen, Inspiration und einer viel klareren Vorstellung von der Zukunft zurück.“

Iruña Custom Print: Weiterentwicklung und individuelle Gestaltung

Diese Mentalität der ständigen Weiterentwicklung spiegelt sich bei Iruña Custom Print wider, einem Unternehmen, das ursprünglich als Iruña Serigrafía gegründet wurde und sich heute auf Personalisierung, Merchandising und Werbematerialien konzentriert. Seit 17 Jahren ist das Unternehmen Lieferant von Nike – eine Partnerschaft, die sein Wachstum vorangetrieben hat. „Die hohen Anforderungen haben uns dazu angespornt, Dinge zu erreichen, die wir alleine niemals geschafft hätten“, erklärt er.

Mit Blick auf das Jahr 2026 lautet seine Botschaft ganz klar: „Die FESPA Barcelona ist eine Chance, die man nutzen muss. Wer dort hingeht, wird mit dem Gefühl zurückkehren, dass es sich wirklich gelohnt hat.“

Entdecken Sie Textile 2026

Die „Textile 2026“, die gemeinsam mit der FESPA Global Print Expo in Barcelona (vom 19. bis 22. Mai 2026) ins Leben gerufen wird, ist der Ort, an dem Funktionalität, Druck und Produktion zusammenkommen, um die Zukunft der Textilien zu gestalten. Besucher können bis zum 23. März mit dem Code FESG601 Vorverkaufskarten zum Preis von 30 € erwerben.