Spanische Aussteller heben die internationale Ausstrahlung, die Innovationskraft und die Geschäftsmöglichkeiten hervor, die mit der Rückkehr der Messe nach Spanien einhergehen.
Mit der Ausrichtung der FESPA Global Print Expo 2026 wurde Barcelona zum Zentrum der internationalen Druckindustrie. Bei dieser historischen Ausgabe fanden erstmals sechs Veranstaltungen gleichzeitig an einem einzigen Veranstaltungsort statt: die FESPA Global Print Expo, die European Sign Expo, die Personalisation Experience, das WrapFest, die Textile Printing und die Corrugated, die die neuesten Innovationen in den Bereichen Druck, Beschilderung, Personalisierung, Textildruck, Wellpappe und Fahrzeugfolierung zusammenführten.
Die Besucher besichtigten während der vier Messetage die beiden Messehallen; die Veranstaltung war geprägt von Technologievorführungen, Networking und Geschäftsmöglichkeiten. Für viele spanische Unternehmen stellte die Rückkehr der FESPA nach Spanien – nachdem sie jahrelang in anderen europäischen Ländern stattgefunden hatte – eine strategische Plattform dar, um internationale Sichtbarkeit zu erlangen und neue Märkte zu erschließen.
Innovation und internationale Expansion
Unter den nationalen Ausstellern herrschte allgemein Optimismus. Antonio Belchi vom Unternehmen Ecotex aus Alicante hob das internationale und professionelle Profil der Besucher hervor. „Die FESPA ist immer gut besucht, und die Fachleute dort sind die professionellsten“, erklärte er. Das Unternehmen stellte „Easybox“ vor, ein modulares Leuchtkastensystem, das ohne Werkzeug montiert und vollständig neu konfiguriert werden kann – eines seiner Vorzeigeprodukte für diese Messe. „Wir erwarten viele Besucher und hohe Verkaufszahlen“, fasste Belchi zusammen.

Ecotex nutzte zudem das internationale Umfeld der Messe, um seine Präsenz auf Märkten wie Portugal, Frankreich oder dem Vereinigten Königreich zu stärken. „Wir haben ein neues Produkt, das wir vorstellen müssen, und dies ist der beste Ort dafür“, erklärte Belchi, der versicherte, dass die FESPA nach wie vor die europäische Messe mit der größten Anziehungskraft für die Branche sei.
Auch das Unternehmen Ádivin aus Málaga bewertete die Auswirkungen der FESPA in Barcelona positiv. „Es ist eine einmalige Gelegenheit, die wir uns nicht entgehen lassen durften“, erklärte Camilo González. Das Unternehmen kam mit „sehr hohen“ Erwartungen zur Messe und nutzte die Veranstaltung, um neue Lösungen vorzustellen, darunter doppelwandige Zelte, maßgeschneiderte Theken und neue Displayformate.

Ádivin, ein auf die Produktion und den schnellen Vertrieb in ganz Europa spezialisiertes Unternehmen, hob insbesondere das internationale Potenzial der Veranstaltung hervor. „Wir sind uns des Kundenpotenzials dieser Messe bewusst, das es uns ermöglicht, den Einstieg in Länder in Betracht zu ziehen, in denen wir bisher noch nicht vertreten waren“, erklärte González.
Neue Chancen für spanische Hersteller
Ein weiteres vertretenes spanisches Unternehmen war VDK Visual, das sich auf die Herstellung von Fahnenmasten und Flaggen spezialisiert hat. Für Luis Vandekerckhove macht die Kombination aus industrieller Produktion und lokaler Präsenz die FESPA zu einer strategischen Plattform sowohl für den Export als auch für den iberischen Markt. „Es ist eine Win-Win-Situation“, erklärte er. „Sie hilft uns sowohl dabei, Vertriebskanäle für unsere Fahnenmasten zu erschließen, als auch den heimischen Markt im Bereich der Fahnen zu stärken.“

Das Unternehmen hob zudem die starke Präsenz internationaler Besucher hervor, die sich insbesondere für seine Lösungen für Glasfasermasten interessierten. „Es sind viele Besucher von außerhalb Europas gekommen, und wir haben in diesem Bereich ein großes Besucheraufkommen festgestellt“, erklärte Vandekerckhove. Er bewertete es zudem positiv, dass mehrere Veranstaltungen an einem einzigen Veranstaltungsort stattfanden, was den Austausch zwischen verschiedenen Besuchergruppen förderte und die Möglichkeiten zum Networking und für Geschäftsabschlüsse erweiterte.
Einer der Bereiche, der während der Messe besonderes Interesse weckte, war „Corrugated“, der sich auf Wellpappe und deren Anwendungen in den Bereichen Verpackung, Displays und Beschilderung konzentrierte. Dort stellte Kongsberg seine neuesten automatisierten Lösungen für das Schneiden und die industrielle Fertigung vor. Dimitri Van Garver, Vertreter des Unternehmens, betonte, dass die FESPA nach wie vor „die wichtigste Veranstaltung“ für den europäischen Markt sei, und hob die strategische Bedeutung der Iberischen Halbinsel für das Unternehmen hervor.
Unter den von Kongsberg vorgestellten Neuheiten stach insbesondere „Ultimate“ hervor, eine speziell für Wellpappe entwickelte automatisierte Lösung, die das automatische Zuführen, Schneiden und Stapeln ermöglicht. Das Unternehmen stellte zudem neue Inkjet-Markierungswerkzeuge für die industrielle Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit vor und unterstrich damit das wachsende Engagement der Branche für Automatisierung und Produktionseffizienz.

Die Messe diente zudem als Plattform für spanische Unternehmen, die ihre Präsenz sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene ausbauen möchten. Dies gilt beispielsweise für die Grupo Gracia, einen Hersteller von Reliefbuchstaben mit Sitz in Huesca, der zum ersten Mal als Aussteller an der FESPA teilnahm. „Wir wissen um die internationale Bedeutung dieser Messe“, erklärte José Luis Piñeiro. „Unser Ziel ist es, auf nationaler Ebene deutlich bekannter zu werden und sogar internationale Kontakte zu knüpfen.“
Ein Treffpunkt für die gesamte Branche
Mit sechs Veranstaltungen unter einem Dach unterstrich die FESPA 2026 die zunehmende Verflechtung von Druck, Automatisierung, Verpackung, Personalisierung und visueller Kommunikation. Barcelona festigte erneut seinen Ruf als einer der wichtigsten internationalen Treffpunkte der Branche und vereinte Innovation, Geschäft und Inspiration an einem Ort.
Nach Barcelona hat die FESPA nun bestätigt, dass die FESPA Global Print Expo 2027 in München, Deutschland, stattfinden wird, womit der wechselnde Austragungsort und der internationale Charakter des wichtigsten europäischen Treffpunkts der Druck- und visuellen Kommunikationsbranche weiter gefestigt werden.