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Automatisierung jetzt: das heißeste Thema in LFP

by FESPA | 19.04.2022
Automatisierung jetzt: das heißeste Thema in LFP

Angesichts der nach wie vor knappen Gewinnspannen, der Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und schwacher Wirtschaftssignale bleibt die Automatisierung eines der drängendsten Themen in der LFP-Branche. Hier sind einige neue Produkte, die Unternehmen dabei helfen, produktiver zu werden.

Angesichts der nach wie vor knappen Gewinnspannen, der Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und schwacher Wirtschaftssignale bleibt die Automatisierung eines der drängendsten Themen in der LFP-Branche. Hier sind einige neue Produkte, die Unternehmen dabei helfen, produktiver zu werden.  

BILDUNTERSCHRIFT: Automation in LFP: Zünd Stand auf der FESPA 2019. Bild: S. Angerer 

Die vollautomatische LFP-Produktionslinie wird vielleicht für immer eine Manager-Traum bleiben. Dennoch ist die Automatisierung zu einer brennenden Frage für die LFP-Industrie geworden. Das ist eigentlich etwas seltsam, denn einer der wichtigsten Vorteile des digitalen gegenüber dem analogen Druck ist die Produktion von kleinen Auflagen und Einzelstücken. Die Automatisierung ist in der Regel bei groß angelegten industriellen Prozessen am effizientesten. Nach der Wikipedia-Definition ist mit Automatisierung aber jedes Verfahren gemeint, das darauf abzielt, menschliche Eingriffe in Prozesse zu reduzieren. 

Die wichtigsten Automatisierungsziele in LFP  

In der LFP-Industrie gibt es drei Hauptbereiche, auf die sich die Automatisierung konzentriert: 

  • Druckvorbereitung und Druck 
  • ​Schneiden und Weiterverarbeitung 
  • Kundenbetreuung. 

Die Automatisierung kann dazu beitragen, Fehler zu reduzieren und die Produktionszeiten zu verkürzen. Druckereien sollten überlegen, wie sie ihre Geschäftsprozesse automatisieren können, um ihre Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. 

BILDUNTERSCHRIFT: Die EFI Fiery Prep-it Print-for-Cut Software für LFP Automation wird auf der FESPA Global Print Expo Berlin vorgestellt. Screenshot: EFI 

EFI Fiery Prep-it Print-for-Cut Software 

"Effiziente, präzise und schnelle formgetreue Sammelformen für Schneideaufträge wie Aufkleber, Verkehrsschilder und vieles mehr sind drei entscheidende Merkmale für ein Werbetechnik-Workflow-Produkt", so John Henze, Vice President of Sales and Marketing bei EFI Fiery.  Das Unternehmen hat seine neue Fiery Prep-it-Software erst kürzlich auf den Markt gebracht und plant, sie in diesem Jahr auf der FESPA Global Print Expo Berlin zu präsentieren. 

Die Fiery Prep-it Software von EFI kann LFP-Aufträge, die zum Schneiden bestimmt sind, aus verschiedenen Quellen übernehmen und sie schnell und korrekt für die Produktion konturgeschnittener Produkte vorbereiten. Dies kann manuell oder halbautomatisch mit Hilfe von Voreinstellungen und Hotfoldern erfolgen. Aufträge, die von Druckvorstufen-Workflows, Web-to-Print- oder MIS-Lösungen in die Produktion gelangen, können dadurch praktisch ohne manuell Eingriffe durchgeschleust werden.  

Die automatisierte Druckvorbereitung macht den Prozess weniger fehleranfällig. Zudem bekommt das Fachpersonal mehr Zeit für andere wichtige Aufgaben wie Grafikdesign oder Produktionsplanung. Fiery Prep-it kann dabei helfen, bis zu 10 % Material einzusparen. Damit trägt sie auch dazu bei, den in der Druckindustrie anfallenden Abfall zu reduzieren.  

Die Software lässt sich in EFI Fiery proServer und Fiery XF DFE Druckserver integrieren.  Dadurch bietet sie zusätzlich Zugriff auf über 1.300 Schneidsysteme. So können Anwender Schneideaufträge zentral vorbereiten und direkt an ihren Fiery-Druckserver zur Ausgabe senden. Darüber hinaus kann die Software mit jedem RIP oder Digital Front End (DFE) verbunden werden, das PDF-Dateien verarbeitet, und dient so als zentrale Drehscheibe für die Vorbereitung von Schneideaufträgen. 

BILDUNTERSCHRIFT: Die Zünd PrimeCenter LFP Automation Software wurde bereits 2020 eingeführt. Screenshot: Zünd Systemtechnik 

Zünd Lösungen für LFP Automation 

In eine ähnliche Richtung geht Zünd Systemtechnik mit PrimeCenter für die Erstellung von Druck- und Schneidedateien. Die Software wurde schon 2020 in Zusammenarbeit mit dem französischen Software-Experten Caldera eingeführt.  

Das Programm ist in den Versionen Basic, Pro und Max mit unterschiedlichen Automatisierungsgraden erhältlich, sodass jeder Anwender für sich die richtige Option finden kann. Grafiken können automatisch verschachtelt werden, um Zeit und Material zu sparen. Durch eine Vielzahl von Verschachtelungsmethoden wird eine optimale Materialausnutzung bei minimalem Abfall erreicht.  

PrimeCenter hilft auch bei der Organisation von Aufträgen. So können Daten etwa nach Metadaten wie Größe, Platzierung oder Druckreihenfolge gefiltert werden. Aufgrund der offenen Schnittstelle von PrimeCenter kann die Software mit jedem RIP, Drucker und Cutter verwendet werden. Sie ermöglicht die Integration mit Zünd Cut Server und macht dadurch den gesamten LFP-Automatisierungsprozess effizienter.  

Zünd Cut Center hilft bei der schnellen und einfachen Entnahme von konturgeschnittenen Teilen vom Schneidetsch, indem Einzelteile mit QR-Codes markiert werden. Dies hilft den Überblick über die geschnittenen Teile zu behalten. Mit Connect bietet Zünd zudem eine webbasierte Überwachungs- und Analysesoftware an, mit deren Hilfe ermittelt werden kann, welche Aspekte eines Produktionsworkflows noch Optimierungspotenzial haben. 

BILDUNTERSCRIFT: Online-Druckereien nutzen häufig Chat-Software, um die Kundenbetreuung effizienter zu machen.  

Weniger Autofahren, mehr Kundenservice 

Kundendienst und Vertrieb sind weitere wichtige Bereich der LFP-Branche, in denen man automatisieren könnte, doch bislang hat sich hier noch nicht so viel getan.  

Chatbots oder Chatsoftware wie Zen Desk sind bei größeren Online-Druckdiensten wie Flyeralarm weit verbreitet, aber sie sind in der Regel vor allem darauf ausgelegt, Helpdesk-Mitarbeiter von Standardanfragen zu entlasten. Druckdienstleister mit vielen Einzelprojekten stellen oft fest, dass Kundenbesuche ein wichtiger Teil der Tätigkeit ihrer Vertriebsabteilung sind, was oft zu langen Autofahrten führt. 

Innerhalb der Theurer.com C3 MIS/ERP Software für Druck und Verpackung wurde daher kürzlich eine Modulerweiterung eingeführt. Durch die Integration von Google Maps in das CRM bietet die Software nun Vertriebsmitarbeitern die Möglichkeit, sich bestehende oder potenzielle Kunden entlang ihrer Reiseroute anzeigen zu lassen. So kann man mit einer Fahrt mehrere Terminen planen und dadurch viel Zeit – und Treibstoff – sparen. Das reduziert nicht nur den ökologischen Fußabdruck, sondern entlastet auch Vertriebsmitarbeiter im Außendienst, die dadurch weniger Stress und eine bessere Work-Life-Balance erreichen.  

Automatisierung im Digitaldruck 

Das Thema Automatisierung wird auch im Großformatdruck immer drängender, da Dienstleister nach Möglichkeiten suchen, Zeit und Geld zu sparen. Es gibt eine Fülle von Software, mit der sich wichtige Teile der Druckvorbereitung, der Weiterverarbeitung und sogar Verwaltung und Vertrieb automatisieren lassen. Auf Fachmessen wie der FESPA Global Print Expo stellen die Hersteller die neuesten Automatisierungsoptionen live vor.  

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