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Helfen Sie der Druckindustrie, klimaneutral zu werden

von Sonja Angerer | 02.09.2021
Helfen Sie der Druckindustrie, klimaneutral zu werden

Die Druckindustrie passt sich aufgrund der Auswirkungen von COVID-19 immer noch an und verändert sich. Die Klimakrise erfordert jedoch mehr denn je unsere Aufmerksamkeit. Während die Dekarbonisierung von Wertschöpfungs- und Lieferketten für Druckereien unbequem zu sein scheint, gibt es Möglichkeiten, diesen Prozess zu starten.

In den nächsten 8 Jahren strebt Deutschland an, die Treibhausgasemissionen um mindestens 55 % gegenüber den Emissionen von 1990 zu reduzieren. Dies ist nur ein mittelfristiges Ziel, da das Land sich verpflichtet, bis 2050 überwiegend CO2-neutral zu werden. Viele Länder der europäischen Union ähnliche Programme aufgelegt.

Warum sollten Druckereien Maßnahmen gegen die Klimakrise ergreifen?

Da die Industrieproduktion als zweitgrößte Quelle von Treibhausgasen gilt, erwartet die Regierung von den Unternehmen, dass sie dazu beitragen und Verantwortung übernehmen. Kleine Änderungen an einem Unternehmen wie der Wechsel der Firmenwagenmarke hin zu einer elektrischen Alternative reichen nicht aus, um eine wesentliche Änderung gegen den Klimawandel herbeizuführen.

Es wird erwartet, dass die Preise für CO2-Emissionszertifizierungen in den nächsten Jahren deutlich steigen, ebenso wie für die Energie- und Industrieabfallentsorgung. Mit zunehmendem Bewusstsein für die Gefahren des Klimawandels für die Menschheit steigt die Nachfrage der Kunden nach nachhaltigen Lösungen. verlangen zu wissen, was ihre Lieferanten tun, um die globale Erwärmung zu bekämpfen.

Bildunterschrift: Produkte von Unternehmen bei einer ClimatePartner Academy (2018). Bildnachweis: S. Angerer

So werden Sie klimafreundlicher

Zur Bewertung der Nachhaltigkeit in der Produktion stehen Standardprozesse zur Verfügung, wie zum Beispiel das Umweltaudit ISO 14001. Leider ist eine vollständige Prüfung teuer und der erforderliche Papierkram kann für kleinere Unternehmen überwältigend sein. Es gibt einige lokale Initiativen wie Ecoprofit / Ökoprofit , die hilfreich sind. Metropolregionen wie Hamburg und München fördern seit über 20 Jahren aktiv Ökoprofit / Ökoprofit. Es fallen Gebühren an und sind abhängig von der Unternehmensgröße.

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt The Climate Choice, ein Berliner Start-up mit dem Ziel, „jedes Unternehmen zu einem Klima-Champion zu machen“. „Wir sind auf SMB spezialisiert“, erklärt Lara Obst, eine der drei Gründerinnen. „Unser ‚Climate Readiness Check' ist ein einzigartiger Prozess, bei dem wir unsere proprietäre Software sinnvoll einsetzen. Im standardisierten 1-Stunden-Check helfen wir Unternehmen, schnelle und einfache Erfolge zu erkennen, klimafreundliche Lösungen zu finden und die Einhaltung der kommenden Klimaauflagen sicherzustellen.“ Basierend auf der Bewertung können Berater grundlegende Schritte für KMU vorschlagen, z. B. um den Energieverbrauch in ihren Räumlichkeiten zu reduzieren, aber auch ihre Lieferkette zu dekarbonisieren, wenn über 85% aller Unternehmensemissionen anfallen.

„Wir wollen es Unternehmen so einfach wie möglich machen, ihr Geschäft umzustellen, damit sie klimafreundlicher und nachhaltiger werden“, sagt Obst. Unternehmen, die den Climate Readiness Check absolviert haben, werden in die Climate Data Platform aufgenommen und erhalten je nach Klimaleistung ein Label in Gold, Silber oder Bronze. „Nach dem Check können viele Unternehmen dem Wunsch bestehender Kunden nach Daten zu ihren Prozessen nachkommen, aber auch neue Kunden gewinnen, indem sie auf Nachhaltigkeit setzen.“ Ein grundlegender Climate Choice 'Climate Readiness Check' für ein Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern kostet ca. 1.000 Euro.

Seit 2 Jahren organisiert Climate Choice den Climate Transformation Summit Online-Konferenz, zuletzt im Sommer 2021. Die Konferenz zog rund 600 hochkarätige Teilnehmer an.

Bildunterschrift: The Climate Choice verwendet eine eigene Software für den „Climate Readiness Check“. Bildnachweis: Die Wahl des Klimas

Vermeiden oder kompensieren?

Die Vermeidung und Reduzierung von CO2-Emissionen ist ein Hauptaugenmerk von The Climate Choice. ClimatePartner ist ein weiteres Beratungsunternehmen, das sich darauf spezialisiert hat, Unternehmen bei der Transformation und Nachhaltigkeit zu unterstützen. Der CO2-Ausgleich ist ein wichtiger Bestandteil des Mixes. Das Unternehmen bietet auch regionale Projekte in der DACH-Region an, bei denen ihre Kunden in die Reduzierung von CO2-Emissionen investieren können.

Mit einem gewissen Fokus auf die Druckindustrie veranstaltete ClimatePartner regelmäßig Treffen der ClimatePartner Academy in deutschsprachigen Städten, bei denen sich Kunden und Interessenten trafen, um sich über Best Practices und neueste Entwicklungen zu informieren. Aufgrund von COVD-19 wurde die Akademiesitzung online verschoben und dauerte 90 Minuten. Das Treffen konzentrierte sich auf ein einziges Thema, „Deep Dives“, das für vorregistrierte Teilnehmer kostenlos war.

Müssen kleine Drucker klimafreundlicher werden?

Während einige Leute glauben, dass Umweltverantwortung nur für größere Unternehmen notwendig ist, haben die jüngsten Naturkatastrophen zu einem anhaltenden Klimaproblem beigetragen. Dies hat das Bewusstsein geschärft, dass alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, ihr Bestes tun müssen, um unsere Ökosysteme vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

Aufgrund ihrer größeren Auswirkungen müssen Unternehmen, einschließlich Druckereien, reaktiver als Endverbraucher sein, um sicherzustellen, dass sie ihr Geschäft und die Umwelt schützen. Heutzutage gibt es mehrere erschwingliche Optionen, die Unternehmen jeder Größe dabei helfen können, diesen Prozess zu starten.

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