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Mit Pigment-Tinten in neue Märkte

von FESPA Staff | 06.02.2017
Mit Pigment-Tinten in neue Märkte

Beim digitalen Textildruck zeichnet sich ein neuer Trend ab: Pigment-Tinten gewinnen massiv an Bedeutung. Bei der Frankfurter Fahnen GmbH will man nun mit dieser Technologie ganz neue Segmente erschließen.

Soft Signage, also der Druck von Werbebotschaften auf Textil statt Folie oder Papier, gilt immer noch als eines der großen Wachstumssegmente im Digitaldruck. Die überwiegende Mehrzahl des Volumens wird dabei mit Sublimations-Tinten, entweder im Direkt- oder im Transverfahren, mit HP Latex- oder UV-härtenden Tinten produziert.

Bei der Montage in Aufenthalts- und Veranstaltungsräumen müssen die Banner in Deutschland zumeist die lokale Brandschutz-Normen B1 erfüllen, für stärker brandgefährdete Bereiche, wie etwa auf Flughäfen, wird zumeist A2 verlangt.

Der Markt hat darauf reagiert, und B1- oder A2-zertifizierte Digitaldruck-Materialien zur Verfügung gestellt. Oft beziehen sich die Zertifikate allerdings auf das unbedruckte Material. Die Frankfurter Fahnen GmbH hat deshalb in Zusammenarbeit mit der Multi-Plot Europe GmbH ein Verfahren entwickelt, bei dem die gesamte Grafik den Anforderungen des A2-Zertifikats genügt.

Kürzlich installierte das die Frankfurter Fahnen GmbH am Standort Offenbach einem Dgen Teleios Grande/H6-Drucker. Dieser arbeitet mit sechs Pigment-Tinten und erreicht eine maximale Auflösung von 1.800 dpi, die maximale Druckgeschwindigkeit beträgt 177 qm/h.

„Meines Wissens sind wir die erste Druckerei in Deutschland, die von der 3,20 m breiten Rolle auf Glasfaser-Material mit Pigment-Tinten drucken und für das Ergebnis ein A2-Zertifikat vorweisen kann “, sagt Geschäftsführer Jens Jungmann.

„Bisher werden solche Applikationen zwar bereits auf Glasfasergewebe gedruckt, die  Zertifikate gelten aber  nur  für den unbedruckten Stoff.

Wird dann Tinte aufgetragen, erreichen die Banner aber nicht mehr alle geforderten Brandschutzeigenschaften, vor allem dann nicht, wenn UV-härtende Tinten zum Einsatz kommen. Denn diese erzeugen eine Art Kunststoff-Schicht auf dem Substrat, die beim Verbrennen Giftstoffe freisetzen können.“

Gefahr besteht durch solche nicht ordnungsgemäß zertifizierten Grafiken insbesondere auf ausgewiesenen Fluchtwegen. „Deshalb sind wir sehr froh, dass wir mit unseren neuen Produkten einen Beitrag leisten können“, sagt Jens Jungmann, „gerade in den heutigen Zeiten, wo man sich auch in Europa auf eine verschlechterte Sicherheitslage einstellen muss.“

Zusätzlich zu Glasfaser-Gewebe soll künftig bei Fahnen Jungmann aber auch Baumwolle und andere Stoffe bedruckt werden, den Pigment-Tinten sind universal auf einer großen Zahl von Natur-und Kunstfasern einsetzbar. Pigment-Drucke benötigen zudem keine umfangreiche Weiterverarbeitung wie etwa Steaming oder Auswaschen.

Lieferung

Der Dgen Teleios Grande/H6 mit Pigment-Tinten wurde Anfang Januar 2017 geliefert. Foto: Frankfurter Fahnen. 

„Damit schont die Technologie auch die Umwelt: Im Vergleich zum konventionellen Textildruck sparen wir 50% des Wasserverbrauches und 40% der Energiekosten“, freut sich Jungmann. „Zudem sind die Pigmentfarbstoffe deutlich lichtechter als die bisher im Textildruck zumeist eingesetzten Reaktivfarbstoffe.“

Für sein Unternehmen ist der jetzt installierte Dgen Teleios bereits der zweite der aktuellen Baureihe. Die Frankfurter Fahnen GmbH will in Zusammenarbeit mit Textilherstellern weitere Anwendungen entwickeln, die bisher schwer zu bedrucken waren. Damit sollen weitere Produktsegmente, vor allem in den Bereichen Heimtextil sowie Sonnenschutz erschlossen werden.

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Dort können Besucher nicht nur eine Vielzahl von Ausstellern von Hard- und Software sowie Verbrauchsmaterial treffen, sondern sich auch auf Seminaren zu einer ganzen Reihe relevanter Themen fortbilden. Sie finden Fahnen Jungmann auf der FESPA 2017 auf Stand B2L-B26 in der Halle B2. 

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