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Die Botschaft von der Nachhaltigkeit (Teil 3)

by FESPA | 28.09.2018
Die Botschaft von der Nachhaltigkeit (Teil 3)

Im dritten Teil der Reihe „Die Botschaft von der Nachhaltigkeit“ regt Laurel Brunner gemeinsame Grundsatzerklärungen an, um ein effektives Abfallmanagement und stärkeres Umweltbewusstsein in der Druckindustrie zu erreichen.

In der dritten Folge der Reihe beleuchtet Laurel Brunner, wie Grundsatzerklärungen zu effektiven Abfallmanagementprozessen das Umweltbewusstsein in der Druckindustrie steigern können.
 
Im ersten Teil dieser Serie ging es darum, wie man Branchenverbände dazu bringt, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärker zu fördern. Außerdem wurden die „3 Rs“ vorgestellt:  Reduzieren von Abfällen, Rohstoffe wiederverwenden und Recyceln stehen auf der Liste ganz oben. Die auf eine Branche zugeschnittene Erklärungen zu Umweltauswirkungen und Nachhaltigkeit erfordern jedoch viel mehr Zeitaufwand. Verlage und die grafische Industrie, also etwa Zeitungen, Zeitschriften sowie die Buch- und Verpackungsproduktion, benötigen jedoch solide Umweltrichtlinien von ihren Verbänden.
 
Auf den entsprechenden Webseiten findet man davon allerdings noch nicht sehr viel. Hier wird eine Gelegenheit verpasst, und das ist beinahe noch schlimmer. Wenn auch die grafische Industrie Verantwortung für das Thema Umwelt übernähme, wäre es einfacher, eine aktivere Rolle bei der Diskussion über die Umweltauswirkungen einzunehmen. Das würde dabei helfen, das negative Bild zu korrigieren, das beim Druck in all seinen Formen assoziiert wird.
 
Branchenspezifische Grundsatzerklärungen helfen Mitgliedern, Aspekte der Nachhaltigkeit als wichtig festzulegen. Im Rahmen der Diskussion über die „3 Rs“ wurde vorgeschlagen, die Energieemissionen in die Liste der zu berücksichtigenden Punkte aufzunehmen. Als nächstes sollten Vorschläge zur Verbesserung der Abfallwirtschaft in der gesamten Lieferkette sowie Ideen zur Reduzierung von Abfällen und zur Nutzung als Ressourcen auf der Liste stehen.
 
Papier ist die wohl größte Abfallquelle sowohl in der Druck- als auch in der Verlagsindustrie. Etablierte Lieferketten zum Papierrecycling sind für zahlreiche Papierfabriken unverzichtbar, insbesondere für solche, die Zeitungsdruckpapier produzieren. Moderne Drucktechniken, neue Farbrezepte und die Verwendung von Beschichtungen und Lacken sowie andere Veredelungen können das Deeinking erschweren und damit die Recyclingfähigkeit einschränken.  
 
Das bedeutet nicht, dass die Branchenverbände von Digitaldruck- und Veredelungstechnologien abraten sollten, ganz im Gegenteil. Es liegt schließlich an der Papierindustrie, mit den Fortschritten in der Druckindustrie Schritt zu halten. Die Branchenverbände sollten ihren Mitgliedern jedoch empfehlen, anzuerkennen, wie wichtig die Deeinkbarkeit von bedrucktem Papier ist – und in welcher Papierqualität es danach noch recycelt werden kann.
 
Effiziente Prozesse und Farbmanagement können dabei helfen, Abfall zu vermeiden. Damit die Farbe in einem Produktionsprozess von Anfang an stimmt, müssen sich alle Beteiligten bewusst sein, wie wichtig Farbmanagement, die Profilierung der Maschinen und häufige Proof-Drucke sind. Gute Kommunikation mit dem Kunden stellt sicher, dass dieser genau die Farbe bekommt, die er sich vorstellt. In diesem Falle bedeutet Abfallvermeidung auch verbessertes Zeitmanagement.
 
Damit haben wir nun eine Liste mit grundlegenden Vorschlägen, welche in einer Erklärung zur Umweltpolitik die Verbände berücksichtigen sollte. Die „3 Rs“, eine Berücksichtigung der Emissionen durch Energieverbrauch und Abfallvermeidung sind nur ein Anfang, ihre Bedeutung kann sich im Detail unterscheiden. Das hängt davon ab, um welchen Sektor der Industrie es sich genau handelt. Wenn eine Zusammenarbeit hinsichtlich eines gemeinsamen Rahmens etabliert wird, führt diese zu einer allgemeinen Verbesserung des Umweltbewusstseins in der grafischen Industrie.
 

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