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Diageo entwickelt kunststofffreie Flaschen

von Laurel Brunner | 03.09.2020
Diageo entwickelt kunststofffreie Flaschen

In Zusammenarbeit mit Pilot Lite Ventures entwickelt Diageo, einer der weltweit größten Alkoholmarkeninhaber, eine kunststofffreie Flasche. Die beiden Unternehmen haben Pulpex gegründet, um die neuen Flaschen auf Papierbasis zu entwickeln und an Marken von Diageo sowie an andere große Unternehmen wie Unilever und Pepsico zu liefern

Die Unterstützung für die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (UNSDG) steigt unter den Marken, die für hohe Verpackungsmengen verantwortlich sind. Die Flaschen werden im Frühjahr 2021 mit Diageos Johnnie Walker Whisky getestet, der voraussichtlich das erste Diageo-Getränk ist, das in einer Papierflasche verkauft wird.

Diageo und Pilot Lite sind nicht die ersten, die eine Papierflasche entwickeln. Carlsberg arbeitet seit einiger Zeit an einer ähnlichen Idee mit seiner Green Fibre-Flasche, und eine Organisation namens Frugalpac produziert Papierweinflaschen. Diese Behälter sollen die Verpackung von Getränken nachhaltiger machen und die Kreislaufwirtschaft unterstützen. Ist es jedoch wirklich besser, Papier anstelle von Glas oder Metall zu verwenden, da die neuen Ansätze die Lebensmittelsicherheit und -stabilität insbesondere im Laufe der Zeit für alkoholische Getränke gewährleisten müssen? Das Ersetzen von Plastikflaschen durch diese neuen Alternativen auf Zellstoffbasis ist eine interessante Idee, aber die Verwendung von Plastikflaschen für Wein, Spirituosen und Bier ist selten. Diese Initiative kann angesichts der fest verankerten Recycling-Lieferketten für Glas und Metall von fragwürdigem Nutzen sein.

Diageo erwartet, dass die neue Whiskyflasche aus Papier zusammen mit Karton und Papier recycelt wird. Ob die Verbraucher sie jedoch annehmen, ist eine andere Frage. CocaCola hält an Einwegkunststoffen fest, weil die Kunden sie immer noch bevorzugen.

Die Pulpex-Flaschen werden aus geformtem und unter Druck stehendem Zellstoff hergestellt, der mit speziellen Innenbeschichtungen besprüht ist, die für die Lebensmittelsicherheit und die Nichtinteraktion mit den darin enthaltenen Flüssigkeiten ausgelegt sind. Diese Beschichtungen enthalten laut Diageo keine Kunststoffe. Dies ist ungefähr so viel wie bei Diageo, da Pulpex daran arbeitet, die neuen Flaschen über seinen Gründer und seine frühen Anwender hinaus stärker einzubeziehen.

Die Frage der Verbraucherunterstützung ist jedoch von zentraler Bedeutung für den Erfolg von Unternehmen wie Pulpex. Das Risiko, dass Kunden in Zellstoff verpacktes Bier, Wein und Spirituosen ablehnen, ist insbesondere bei hochwertigen Produkten zu berücksichtigen. Es gibt auch die Frage der Haltbarkeit im Laufe der Zeit, aber solche Leistungsprobleme werden beim Testen von Pulpex mit verschiedenen Flüssigkeiten berücksichtigt. Der ultimative Test wird die Leistung und Recyclingfähigkeit von Pulpex im Vergleich zu Glas und Metall sein. Es könnte sicherlich Kunststoffe in vielen Arten von Verpackungen ersetzen, aber ob Pulpex bei der Beschaffung, Herstellung, Verwendung und dem Recycling von Rohstoffen nachhaltiger ist als Glas aus Metall, ist noch nicht klar.

Quelleninformation: Dieser Artikel wurde vom Verdigris-Projekt erstellt, einer Brancheninitiative, die das Bewusstsein für die positiven Umweltauswirkungen von Print schärfen soll. Dieser Kommentar hilft Druckunternehmen, sich über Umweltstandards auf dem Laufenden zu halten und wie umweltfreundliche Unternehmensführung dazu beitragen kann, ihr Geschäftsergebnis zu verbessern. Verdigris wird von folgenden Unternehmen unterstützt: Agfa Graphics, Spindrift.click, EFI, FESPA, HP, Kodak, Kornit Digital, Ricoh, Splash PR, Unity Publishing und Xeikon.

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