Niels Rask, DTF-Experte und Diskussionsteilnehmer auf der FESPA Global Print Expo im vergangenen Monat, erläutert, wie Produkte durch Textildekoration relevanter, unverwechselbarer und wertvoller gestaltet werden können.
Als ich kürzlich die FESPA 2026 in Barcelona besuchte, lag mein Fokus darauf, welchen Beitrag neue Technologien tatsächlich zur Textilveredelung leisten können und – was noch wichtiger ist – ob diese Technologien einen echten Mehrwert für die Kunden schaffen. Das Entwicklungstempo in unserer Branche ist beeindruckend, doch die Technologie allein ist niemals das Wesentliche. Die eigentliche Frage ist, wie wir sie nutzen, um Produkte relevanter, unverwechselbarer und wertvoller zu machen.
In den letzten Jahren hat sich die Textilveredelung weit über das bloße Aufbringen eines einfarbigen Logos auf ein Kleidungsstück hinaus entwickelt. Der Fokus verlagert sich zunehmend auf Produkte, die sich nicht nur optisch, sondern auch hinsichtlich ihres wahrgenommenen Werts von anderen abheben. Auf der FESPA war dies ein immer wiederkehrendes Thema, insbesondere in den Diskussionen rund um Bekleidung mit Mehrwert, Oberflächeneffekte und Verzierungen.
Was versteht man unter „Verzierung“?In der Textilveredelung bezeichnet der Begriff „Veredelung“ jede Technik, die über den üblichen Flachdruck hinausgeht und das Aussehen sowie die Haptik eines Produkts aufwertet. Dabei kann es sich um Textur, Glanz, Folien, Reliefdruck, Schichteffekte, Spezialfarben oder eine Kombination verschiedener Verfahren handeln. Einfach ausgedrückt: Es sind die zusätzlichen Details, die aus einem Druck ein Erlebnis machen.
Diese Entwicklung haben wir bereits bei Schildern, Bannern und Ausstellungsgrafiken beobachtet. Durch die digitale Produktion ist der Vollfarbdruck zur Norm geworden, sodass Kunden mittlerweile mehr erwarten als nur ein flach gedrucktes Plakat. Effekte wie Relief-Lack, Glanzkontraste und 3D-ähnliche Details können eine stärkere visuelle und haptische Wirkung erzielen und dem Kunden einen Grund bieten, für etwas zu bezahlen, das über den einfachen Druck hinausgeht.
Ich glaube, dass sich derzeit eine ähnliche Entwicklung im Bereich der Textilveredelung vollzieht. Da sich eine grundlegende Druckqualität immer leichter erzielen lässt, sind es zunehmend die Verzierungen, die gewöhnliche Produkte von solchen unterscheiden, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und einen höheren wahrgenommenen Wert haben.
DTF hat die Messbasis verändertViele Jahre lang war die Textilveredelung häufig durch das Herstellungsverfahren eingeschränkt. Der Siebdruck ist nach wie vor eine hervorragende Technik, insbesondere wenn es um Spezialeffekte geht, doch die Verwendung vieler Farben konnte kostspielig und zeitaufwendig sein. Dies veranlasste Kunden oft dazu, sich für einfachere einfarbige Drucke in Weiß oder Schwarz zu entscheiden, selbst wenn ihre Markenidentität weitaus farbenfroher war.
DTF hat diese Ausgangslage…
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