Auf der FESPA Global Print Expo, die im vergangenen Monat in Barcelona stattfand, wurden zahlreiche neue Produkte und Trends auf dem Großformatmarkt vorgestellt.

Jedes Jahr präsentiert die Global Print Expo neue Geräte, da die Anbieter bestrebt sind, mit den neuesten Trends Schritt zu halten – wobei das Tempo dieser Veränderungen deutlich macht, wie dynamisch der Großformatmarkt nach wie vor ist. Und die diesjährige Messe in Barcelona bot uns zahlreiche neue Optionen zur Begutachtung.

Mehrere Anbieter sprachen über den zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz zur Unterstützung der Entscheidungsfindung und zur Steigerung der Automatisierung. Am auffälligsten war dabei wohl das neue, KI-basierte Produktionsmanagementsystem von Durst namens Kyveris.

Durst bat auf der FESPA um Feedback zu seiner „Kyveris Sandbox“ © Nessan Cleary

Christoph Gamper, Geschäftsführer und Teilhaber der Durst Group, erläuterte die Hintergründe: „Ich glaube, dass unsere Branche in Richtung ‚Lights-out‘ und Autonomie gehen wird, und wir müssen uns darüber Gedanken machen – genau das zeigen wir hier.“ Kyveris integriert robotergestützte Automatisierung, die in Produktionsstätten zunehmend Verbreitung findet. Das System umfasst zudem eine OSI Open Software Initiative mit offenen APIs und dokumentierten Schnittstellen, um die Integration mit MIS-, Workflow- und Weiterverarbeitungssystemen zu ermöglichen.

EFI stellte seine cloudbasierte Insight-Plattform vor, ein Analysetool, das Produktionsdaten anhand von Leistungskennzahlen auswertet und Ausfälle vorhersagen kann. Es wurde ursprünglich für die Single-Pass-Plattform „Nozomi“ eingeführt, wird nun aber im gesamten EFI-Portfolio eingeführt. EFI stellte zudem ein weiteres cloudbasiertes Tool namens „InSpec“ vor, das die gedruckten Bilder aufzeichnet und diese mithilfe von KI zur Qualitätskontrolle und -überprüfung analysiert.

Eine Reihe von Anbietern legte den Schwerpunkt auf die Produktion mittlerer Stückzahlen und stellte mehrere neue, 3,2 m breite Hybriddrucker erstmals vor. Dazu gehörte auch der „Colorado XL“ von Canon, ein 3,4 m breiter Hybriddrucker, der in zwei Varianten erhältlich ist: entweder für flexible Substrate oder komplett mit Tischen für starre Medien. Anwender können je nach Bedarf zwischen den beiden Varianten wechseln. Das Gerät nutzt die einzigartige UVgel-Technologie von Canon, die bereits in den bestehenden 1,6 m breiten Rollendruckern der M-Serie zum Einsatz kommt, sodass der XL für Canon einen erheblichen Fortschritt darstellt. Er eignet sich für eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen, von Textilien über Wand- und Bodengrafiken bis hin zu LKW-Seitenwänden und Fahrzeugvollverklebungen. Die Druckleistung beträgt rund 106 m²/h bzw. 70 m²/h im Qualitätsmodus.

HP stellte den Latex FS70W vor, der die älteren Geräte der 3X00-Serie ablöst. Es handelt sich dabei um einen Hybriddrucker für mittlere Auflagen mit…

...