Die Druckbranche trauert um Bill Appleton (86), einen angesehenen Experten mit über 50 Jahren Erfahrung in der Branche. Als Druckermeister, Dozent und langjähriger Freund der FESPA und Macdermid Autotype hinterließ Bill mit seinem enzyklopädischen Wissen und seiner Freundlichkeit unauslöschliche Spuren bei Druckern in ganz Europa.

Mit großer Trauer haben wir kürzlich erfahren, dass Bill Appleton, ein erfahrener Drucker und Freund der FESPA, insbesondere der FESPA UK und der FESPA Slovensko sowie des ungarischen FESPA-Verbandes, im Februar dieses Jahres im Alter von 86 Jahren verstorben ist.
Bill war über 50 Jahre lang in der Druckindustrie tätig und hat sich auf Maschinendruckverfahren spezialisiert. Im Alter von 15 Jahren begann Bill eine 5-jährige Ausbildung im Buch-, Tief- und Steindruck sowie in der Plattenherstellung. Nach Abschluss seiner Ausbildung arbeitete Bill 10 Jahre lang im lithografischen Offsetdruck von Büchern, Zeitschriften und kommerziellen Farbdrucken. Anschließend nahm er an einer technischen Lehrerausbildung der Universität London teil. Danach wurde Bill zum leitenden Dozenten für maschinelle Druckverfahren am Gloucester College of Art and Technology in der School of Printing and Publishing ernannt, wo er 26 Jahre lang unterrichtete und für die Entwicklung von Kursen und die Installation von Offset-Lithographie- und Siebdruckanlagen verantwortlich war. Bill arbeitete außerdem 3 Jahre lang an einem EPSRC-Forschungsprojekt zusammen mit dem Welsh Centre for Printing and Coating der Swansea University zum Thema „Grundlagen des Siebdrucks“.
Im Jahr 2000 wurde Bill als beratender Siebdrucker in der Siebdrucktechnologie von Autotype (später Macdermid Autotype) angestellt, wo er sich auf Forschungsarbeiten zu neuen Siebschablonensystemen und verwandten Produkten spezialisierte. Seit 2005 nahm Bill mindestens 6 Mal als Hauptredner am internationalen Seminar der FESPA Slovensko teil. Er wählte stets interessante und faszinierende Themen aus, die er mit dem aufmerksamen Publikum teilen konnte. Bill liebte die Slowakei und die slowakischen Menschen – und sie liebten ihn, so sehr, dass das jährlich in der Slowakei stattfindende internationale Seminar für Sieb- und Digitaldrucker ihm zu Ehren „Bill“ genannt wurde. In diesem Jahr wird es Bill 21 heißen.
Bill war ein freundlicher, fürsorglicher Familienvater, ein guter Freund mit einem enzyklopädischen Wissen über das Drucken, das er gerne mit Druckern auf der ganzen Welt teilte.
Bill wird von vielen vermisst werden, besonders aber von seinen Söhnen und Enkelkindern.